Brücken bauen beim ökumenischen Friedensgottesdienst

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Lintorf. Am Montag, 8. Mai, 19 Uhr feiern die evangelische und die katholische Kirchengemeinde den ökumenischen Friedensgottesdienst auf dem Konrad-Adenauer-Platz zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges. In dem Gottesdienst wird eine begehbare Brücke aus Balken und Brettern entstehen. Die Versöhnungsbrücke wird aus vielen einzelnen Brettern enstehen, die in den beiden Kirchengemeinden gestaltet wurden. Der eine Teil vor der Kirche St. Johannes, der andere vor der evangelischen Kirche. Am 8. Mai sollen beide Teile im Gottesdienst auf dem Konrad-Adenauer-Platz zu einer Brücke „zusammenwachsen“.

In den 80er Jahren bewegte die Gemeinden die Sorge um den Frieden; ein Atomkrieg in Europa schien damals vorstellbar. Dann fielen die Grenzen zwischen Ost und West und wir gewöhnten uns an den Frieden in Europa. Die europäische Versöhnung schien nach 70 Jahren endgültig gelungen.

Nun scheint der Frieden wieder  in Gefahr. Wer den Krieg noch erlebt hatte, wurde alt und die Jüngeren wissen das große Werk der europäischen Versöhnung nicht mehr zu schätzen.

Dagegen richtet sich der Protest der Lintorfer Christen: Sie wollen keine neuen Grenzen, keinen Streit um Maut, Abgaben oder kleinliche Vorteile, die einer auf Kosten des anderen sucht. Europa ist ein Zeichen für die Welt, dass Versöhnung gelingen kann – auch nach einem mörderischen Krieg.

Foto:privat

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