Bruderschaft: Schützenzeitung trotz Corona

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Lintorf. Pünktlich vor dem traditionellen Schützenfesttermin am dritten Augustwochenende erscheint die Ausgabe 2020 der Schützenzeitung der Lintorfer Bruderschaft. Es ist kein Bericht des zurückliegenden Schützenjahres wie in der Vergangenheit, sondern ein Rückblick in Bildern auf die letzten etwa 15 Jahre der Bruderschaft. Mitglieder der Bruderschaft erhalten die Schützenzeitung über ihre Formationen. Sie wird aber auch aber der kommenden Woche in Lintorfer Geschäften ausliegen, wo sie kostenlos mitgenommen werden kann.

Das Titelbild der neuen Schützenzeitung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf 1464 ist typisch für das Schützenleben im ersten Halbjahr 2021: König Sebastian Kahlert mit seiner Königin Steffi Schwarz und Kronprinz Lucas Kellersmann unter dem Motto „Wir freuen uns mit Ihnen auf Schützenfest 2021“.

„Das Jahr 2020 verläuft völlig anders, als wir alle es uns am vergangenen Silvesterabend vorgestellt und vielleicht erträumt hatten“, schreibt Schützenchef Andreas Preuß im Grußwort. Der Ausbruch der weltweiten Coronaepidemie brachte das gewohnte Leben durcheinander. Nichts blieb so, wie es war. Vermutlich wird auch nichts mehr so werden, wie es einmal war.

Der Schock saß bei den Schützen tief, als sich Mitte März abzeichnete, dass es in diesem Jahr kein Schützenfest geben würde, erstmals seit der Wiederbegründung 1948. Nach der Absage des Schützenfestes im April hat der Vorstand der Bruderschaft gemeinsam mit den Vorsitzenden der Formationen darüber nachgedacht, wie die Bruderschaft trotzdem in Lintorf in Erscheinung treten kann. Ein Mittel ist die jährlich erscheinende Schützenzeitung.

Um die Druckkosten zu senken, wurde der Umfang gegenüber den Vorjahren deutlich auf nur 28 Seiten gekürzt. Deshalb wurde in diesem Jahr auch auf Werbung verzichtet. „Stattdessen übernimmt ein Schützenbruder die Druckkosten, wofür wir sehr dankbar sind“, sagt Andreas Preuß.

Anders als in der Vergangenheit bietet die Zeitung einen Rückblick in Bilder auf die jüngere Vergangenheit der Bruderschaft. „Es sind Bilder der etwa letzten 20 Jahre, die wir in den letzten Wochen in den sozialen Medien veröffentlicht haben“, so der Schützenchef.

Die Lintorfer Schützen hoffen, dass die Coronaepidemie bald vorüber und ein gewöhnliches Leben wieder möglich sein wird. „Wie es danach weitergehen wird mit unserer Bruderschaft und unserem Schützenfest, wissen wir nicht“, gibt Preuß zu bedenken. Einfach so weiter machen wie vorher, werde aber weder im persönlichen noch im gesellschaftlichen Leben möglich sein. Darauf werde sich auch die Bruderschaft mit ihrer über 550-jährigen Geschichte einstellen müssen.

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