Brötchentütenaktion gegen Gewalt gegen Frauen

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Ratingen. Mehrere Wochen der Ausgangsbeschränkung liegen hinter uns mit dem Ziel, eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Gleichzeitig warnen Experten davor, dass die Reduzierung der sozialen Kontakte und die Isolation in den eigenen vier Wänden vermehrt zu häuslicher Gewalt führt.

Das eigene Zuhause ist für viele Frauen ohnehin kein Ort der Geborgenheit. In Deutschland waren 2018 insgesamt mehr als 114.000 Frauen von häuslicher Gewalt betroffen. Um auf diese schwierige Situation von vielen Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen, veranstalten die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Mettmann seit dem Jahr 2011 die Brötchentütenaktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“.

Rund um den weltweiten Aktionstag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November, gehen in den Bäckereien im Kreis Brot und Brötchen in pink leuchtenden Tüten über den Tresen mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“. Insgesamt werden von den Gleichstellungsbeauftragten 55.000 Tüten in Umlauf gebracht.

Der Aufruf, übersetzt in sieben Sprachen und mit Notrufnummern versehen, soll den betroffenen Frauen Mut machen, Hilfe zu suchen und Täter anzuzeigen. Bei Bedarf erhalten die Frauen am Telefon Unterstützung in ihrer Muttersprache

Für die Unterstützung durch die Bäckerei- und anderer Betriebe bedanken sich die Gleichstellungsbeauftragen herzlich.

Hilfe und Beratung
Bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000/116 016
Polizei 110
Frauenhaus für den Kreis Mettmann 02104/92 22 20
Beratungsstelle gegen häusliche Gewalt 02104/14 19221
Polizeilicher Opferschutz 02104/982 1067
Uniklinik Düsseldorf, Gewaltopferambulanz 0211/81 0 60 00

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