Breitz: Videoarbeit „Love Story“ im Museum Folkwang

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Essen. Die Künstlerin Candice Breitz inszeniert vom 18. bis 21. September erstmals ihre Videoinstallation „Love Story“ für die große Ausstellungshalle des Museum Folkwang. Ihre Videoarbeit wird in einer eigens für die Ruhrtriennale konzipierten Version vorgeführt. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

„Love Story“ macht auf das weltweite Ausmaß der sogenannten Flüchtlingskrise aufmerksam und enthält umfangreiche Interviews mit sechs Menschen, die als Reaktion auf die jeweiligen Verhältnisse aus ihrem Land geflohen sind: Sarah Mardini floh aus dem kriegsgeschundenen Syrien, José Maria João ist ehemaliger Kindersoldat aus Angola, Mamy Maloba Langa ist eine Überlebende aus der Demokratischen Republik Kongo, Shabeena Saveri ist Transgender-Aktivistin aus Indien, Luis Nava Molero ist Regimekritiker aus Venezuela und Farah Abdi Mohamed floh als junger Atheist aus Somalia.

Basierend auf diesen Interviews hat die Künstlerin eine bewegende Videoinstallation geschaffen. Candice Breitz lässt die Geschichten der Geflüchteten zunächst von dem Schauspieler Alec Baldwin und der Schauspielerin Julianne Moore erzählen, bevor sie die Geflüchteten selbst zu Wort kommen lässt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sind zum einen den mutigen Schilderungen der üblicherweise namenlosen und anonymen geflüchteten Menschen ausgesetzt. Zum anderen gibt es das Schauspiel zweier Darsteller, die für den Inbegriff von Sichtbarkeit stehen.

Präsentiert wird die Videoinstallation von der Ruhrtriennale in Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang. Gefördert wurde die Arbeit von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

An folgenden Terminen wird die Videoarbeit „Love Story“ im Museum Folkwang gezeigt: 18. September 19:30 bis 22:30 Uhr, 19. September 19:30 bis 22:30 Uhr, 20. September 16 bis 19 Uhr sowie 19:30 bis 22:30 Uhr und 21. September 16 bis 19 Uhr sowie 19:30 bis 22:30 Uhr. Am Samstag, 21. September, findet zudem um 18 Uhr ein Gespräch mit der Künstlerin statt, in dem sie über ihre Arbeit „Love Story“ spricht.

Foto: Andrea Rossetti

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