Breites Bündnis gegen Fremdenhass

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Lintorf. Ein breites Bündnis gegen Fremdenhass und Antisemitismus hat sich im Dorf zusammengefunden: Parteien, Kirchen, Vereine und Organisationen wollen am Sonntag mit einem interreligiösen Friedensgebet und einer Menschenkette für Toleranz demonstrieren. Um 16:30 Uhr treffen sich die Lintorfer in der evangelischen Kirche am Konrad-Adenauer-Platz zum Friedensgebt. Anschließend, ab 17 Uhr, werden sie eine Menschenkette von der Kirche über die Speestraße bis zur Kreuzung mit dem Kohlendey bilden. Es schließt sich die Abschlusskundgebung an.

Die Organisatoren der Kundgebung um den Bundestagsabgeordneten Peter Beyer hoffen auf möglichst viele Teilnehmer. Die Landtagsabgeordnete Elisabeth Müller-Witt und die Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese sowie die gesamte Ratinger SPD unterstützen die Solidaritätskundgebung „Hand in Hand für Zusammenhalt“ und rufen alle Ratinger auf, sich an der Lintorfer Kundgebung zu beteiligen.

„Mit Entsetzen reagieren wir auf die antisemitische Schmiererei in Lintorf. Die CDU Ratingen lehnt jede Form von Hass und Antisemitismus entschieden ab“, erklären Patrick Anders, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, und CDU-Fraktionsvorsitzender Ewald Vielhaus. Unter dem Motto „Ratingen gehört allen – nicht denen!“ fordern sie alle Ratinger auf, am Sonntag nach Lintorf zu kommen.

Die Schützen beteiligen sich an der Kundgebung. Für Andreas Preuß, Chef der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf 1464, eine Selbstverständlichkeit:“Als christliche Gemeinschaft ist uns Schützen Nächstenliebe ein wichtiges Gut. Dazu passen Rassismus, Diskriminierung oder Fremdenfeindlichkeit nicht. Die Lintorfer Bruderschaft steht zu unserer demokratischen Verfassung, in der die Gleichheit aller Menschen verankert ist. Uns ist jeder in Lintorf willkommen.“

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