Brauch in Düsseldorf: Kar-Ratschen

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Düsseldorf. An Karfreitag und Karsamstag läuten nach katholischer Tradition keine Glocken. Sprichwörtlich „fliegen die Glocken nach Rom“. Anstelle des Glockenläutens treten dann Klappern und Ratschen in vielen Orten des Erzbistums Köln. 

„Der Karfreitag ist ein Tag der Trauer. Aus diesem Grund schweigen auch die Kirchenglocken vom Gloria in der Feier vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag bis zum Gloria in der Osternacht. Man sagt auch, die Glocken seien nach Rom geflogen“, erklärt der Düsseldorfer Stadtdechant Monsignore Ulrich Hennes.

So fahren am Karfreitag Kinder und Jugendliche um sieben Uhr morgens auf ihren Fahrrädern durch den Düsseldorfer Stadtteil Himmelgeist. In der Hand halten sie Ratschen, mit denen sie Lärm machen. Dazu rufen sie: „Morgensglock“.

Das laute Geklapper ist die Pflege eines alten Brauchs, dem so genannten Kar-Ratschen. Am Karfreitag und Karsamstag ziehen Kinder, meistens Messdiener, mit Holzratschen durch die Straßen vieler Dörfer und Stadtteile im Erzbistum Köln, um die Gläubigen an die Gebetszeiten und Gottesdienste zu erinnern.

In Düsseldorf wird dieser Brauch in Himmelgeist, Itter, Hamm, Flehe, Volmerswerth, Heerdt und Lörick gepflegt. 

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