Brandunglück: Stilles Gedenken am Flughafen

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Düsseldorf. Am 11. April jährt sich das Brandunglück am Flughafen zum 25. Mal. Damals verloren 17 Menschen ihr Leben, über 80 wurden zum Teil schwer verletzt. Die Erinnerung an die Geschehnisse des 11. April 1996 ist für den Flughafen Düsseldorf mit der Verpflichtung verbunden, dafür Sorge zu tragen, dass sich ein solches Ereignis nie wiederholen wird und richtungweisende Sicherheitsmaßstäbe zu setzen.

Flughafengeschäftsführer Michael Hanné, der die damaligen Geschehnisse als Leiter des Terminalmanagements erlebte, sagt dazu: „Dieses tragische Ereignis ist tief im Bewusstsein des Flughafens verankert. Es wird immer Teil unserer Geschichte sein und wir stehen in der Verantwortung, dass es sich nie mehr wiederholt. Bei der Planung und dem Bau der neuen Terminalgebäude haben wir deshalb neueste Systeme aus dem Bereich des vorbeugenden Brandschutzes verwirklicht und damit richtungsweisende Sicherheitsmaßstäbe gesetzt.“

Der Düsseldorfer Flughafen ist heute Vorreiter beim Brandschutz in öffentlichen Gebäuden. Zahlreiche Maßnahmen wie das Verbot bestimmter Baustoffe und die grundsätzliche Reduzierung brennbarer Materialien, verschärfte Anforderungen an Klima- und Lüftungsanlagen, die Installation von Entrauchungsanlagen, um Rettungswege rauchfrei zu halten oder auch Brandfallsteuerungen der Aufzüge fanden Eingang in landes- und bundesrechtliche Bauvorschriften. Heute ist der Düsseldorfer Flughafen im Vorbeugenden Brandschutz technisch weiterhin auf dem neuesten Stand.

Carsten Wenz, Leiter des Brandschutzmanagements am Flughafen, erläutert: „Wir haben in unseren Gebäuden eine moderne Brandmeldeanlage, die eventuelle Brandherde frühzeitig erkennt und automatisch die Flughafenfeuerwehr alarmiert.“

Dabei hilft eine automatische Löschanlage, Brände bereits im Anfangsstadium zu bekämpfen und einzugrenzen. Da der Schutz der Menschen an erster Stelle steht, führen Fluchtwege auf dem kürzesten Weg ins Freie und Aufzüge fahren im Brandfall automatisch eine sichere Etage an. Die Alarmierung erfolgt über flächendeckende Sprachansagen. Die Entrauchungsanlage stellt in allen öffentlichen Teilen sicher, dass Rauch aus den Gebäuden ins Freie abgeführt wird und die Rettungswege frei sind. Das Brandschutzkonzept wird ständig fortgeschrieben, um bei allen baulichen Maßnahmen technisch auf dem neusten Stand zu bleiben und eine hohe Sicherheit zu gewährleisten.

Die tragischen Ereignisse vom 11. April 1996 werden immer Teil der Geschichte des Flughafens, der Landeshauptstadt Düsseldorf und des Landes Nordrhein-Westfalen sein. Am 25. Jahrestag des Brandunglücks wird Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst zusammen mit dem Düsseldorfer Oberbürgermeister, Stephan Keller, und Vertretern des Flughafens im Gedenkraum den Opfern des Brandes in einem würdigen Rahmen und in Stille mit einem Trauerkranz und einem Kondolenzbuch gedenken, abseits der Öffentlichkeit.

Für 15:31 Uhr werden die Fluggäste, Besucher und Mitarbeiter über eine Durchsage dazu eingeladen, eine Minute im Gedenken an die Opfer innezuhalten. Zu dieser Uhrzeit ging am 11. April 1996 der erste Alarm bei der Flughafenfeuerwehr ein.

Der Jahrestag wird – auch in Absprache mit den Angehörigen – seit dem zehnten Jahrestag in aller Stille und nicht mehr im öffentlichen Rahmen begangen. Wie bereits in den Jahren zuvor steht der Gedenkraum auch in diesem Jahr ab 15:30 Uhr ausschließlich den Angehörigen der Opfer zur Verfügung.

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