„Boléro“ aus dem Wohnzimmer

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Essen. Maurice Ravels „Boléro“ kennt fast jeder, doch so hat man den Klassik-Hit noch nicht erlebt: Die Essener Philharmoniker und das Aalto Ballett Essen präsentieren das berühmte Orchesterstück jetzt gemeinsam als kunstvolles Musikvideo.

Ein großes Orchester und dazu noch eine Ballett-Compagnie live auf der Bühne, das ist aktuell natürlich nicht möglich. Wie man trotzdem fast 90 Musiker plus Dirigent sowie nahezu 30 Tänzer zusammenbringen kann, zeigt nun dieses außergewöhnliche Projekt: Jeder einzelne Musiker hat die jeweilige Stimme mit seinem Instrument in Ton und Bild festgehalten, Chefdirigent Tomá Netopil das passende Dirigat gefilmt und die Tänzer entsprechende Soli oder auch kurze Pas de deux aufgenommen. Das alles in den eigenen vier Wänden, im Garten oder teils auch im Foyer des Aalto-Theaters.

Aufwändig zusammengeführt haben die insgesamt 115 Einzelvideos zwei Studenten des Fachbereichs „Ton und Bild“ der Hochschule Düsseldorf, Martin Zimny und Benedikt Fuchs. Keineswegs ein einfaches Unterfangen, schließlich soll das Video am Ende nicht nur gut aussehen, sondern die Musik auch sauber klingen. Entscheidend war daher eine detaillierte Planung vom ersten Ton bis zur fertigen Collage.

Für die Basis sorgte der Solo-Schlagzeuger des Orchesters, Tomislav Talevski. Dessen Aufnahme mit dem für dieses Werk typischen durchgehenden Schlagrhythmus erhielten alle weiteren Musiker zur Orientierung. Und die Tänzer richteten sich wiederum nach der bereits abgemischten Orchestermusik. Am Ende steht ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk, dem man kaum anmerkt, dass ausschließlich virtuell zusammen musiziert und getanzt wurde.

Zu sehen ist das Video auf den YouTube-Kanälen der Essener Philharmoniker und des Aalto Balletts Essen sowie im Online-Programm „TUP trotz(t) Corona“ der Theater und Philharmonie Essen unter www.theater-essen.de oder direkt auf YouTube.

Foto: Theater und Philharmonie Essen

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