Bistum richtet Betroffenenbeirat ein

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Köln. Als eines der ersten Bistümer in Deutschland richtet das Erzbistum Köln einen Beirat für Betroffene von sexualisierter Gewalt ein. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hatte diese Maßnahme schon im September bei Bekanntwerden der deutschlandweiten Studie zu sexuellem Missbrauch angekündigt: „Es geht um einen echten Wechsel in unserer Haltung und um eine Begegnung mit den Betroffenen auf Augenhöhe. Mit dem Betroffenenbeirat verändern wir deshalb unsere Perspektive und geben den Betroffenen eine feste Stimme. Wir wollen mit ihnen über ihre schlimmen Erlebnisse sprechen und ihr Leid anhören, auch wenn wir es nicht ungeschehen machen können. Gemeinsam wollen wir auch aus diesen Gesprächen Erkenntnisse gewinnen, die in die Arbeit unserer Präventions- und Interventionsstellen einfließen sollen, um deren wichtige Arbeit noch weiter zu entwickeln.“ Woelki hat sich und wird sich auch weiterhin mit Betroffenen treffen und begrüßt, dass diese bereits bei der Konzeption des Beirats mitgewirkt haben.

Der Beirat begleitet als Expertengremium die Arbeit des Erzbistums Köln im Themenfeld sexualisierter Gewalt aus der Sicht der Betroffenen. Das Gremium wird Positionen und Vorschläge im Hinblick auf geplante neue Maßnahmen im Bereich der Intervention und Prävention erarbeiten und bereits geltende Regelungen zum Umgang mit Fragen der sexualisierten Gewalt mit evaluieren.

„Der Beirat soll aus zwölf Mitgliedern unterschiedlicher Altersgruppen bestehen, die selbst in verschiedener Weise von Missbrauch betroffen waren“, so Oliver Vogt, Interventionsbeauftrager des Erzbistums. „Für die Mitwirkung im Betroffenenbeirat werben wir und laden ein sich vertrauensvoll bei uns zu melden.“ Der externe Beraterstab des Erzbischofs wird aus den Meldungen eine Vorschlagsliste erarbeiten, um den Beirat möglichst paritätisch zu besetzten.

Mehr Info auf der Seite des Erzbistums

Foto: privat

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