Beyer und Pesch: Müssen uns auf Flüchtlinge einstellen

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Ratingen. Russlands Überfall auf die Ukraine ist allgegenwärtig, so auch im Gespräch zwischen Bürgermeister Klaus Konrad Pesch und dem Bundestagsabgeordneten (CDU) und Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung Peter Beyer. Nach der Invasion Russlands an diesem Donnerstag befürchten die beiden viel menschliches Leid und eine große Flüchtlingsbewegung aus der Ukraine.

Schätzungen zufolge könnten weit mehr als eine Million Flüchtlinge in die Europäische Union kommen, so der erfahrene Außenpolitiker Beer. Es werde angenommen, dass ukrainische Flüchtlinge zunächst vor allem ins benachbarte Polen fliehen würden. Sicherlich wäre Polen am meisten gefordert, aber auch Deutschland müsse sich darauf einstellen, eine bedeutende humanitäre Hilfe zu mobilisieren.

„Es ist ein Krieg vor unserer Haustür, nur wenige hundert Kilometer entfernt“, betont Beyer. Es ist anzunehmen, dass Deutschland wie in den 1990er Jahren während der Zerfallskriege in Jugoslawien unmittelbar humanitär helfen müsse. Ratingen – wie auch viele andere Kommunen in ganz Deutschland – müssten dann quasi über Nacht Räumlichkeiten vorhalten.

„Wir müssen uns klar machen“, so Bürgermeister Pesch, „dass die Menschen, die vor dem Einmarsch flüchten, dies gewiss nicht freiwillig tun.“

Auch wenn das Hauptthema von Pesch und Beyer die verheerende Situation in der Ostukraine und die Folgen war, sprachen die beiden auch über das politische Tagesgeschäft und die Themen, die Bund und Kommune betreffen: die Corona-Situation und ihre Folgen für Ratingen, die Westbahn und den Lückenschluss der A 44. Zu letzterem wusste Pesch zu positiv und brandaktuell zu berichten: „Die temporäre Wasseraufbereitungsanlage an der Trasse ist soeben fertiggestellt worden.“