„Belastendes Erbe“ – Luthers Judenfeindschaft

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Essen. „Belastendes Erbe“ heißt der Vortrag, den Professor Marcel Nieden am Donnerstag, 26. Oktober, um 19 Uhr im Seminarraum der Alten Synagoge, Edmund-Körner-Platz 1, hält. Er befasst sich darin mit dem Umgang von Luthers Judenfeindschaft in der evangelischen Kirche. Der Eintritt ist frei.

Dass sich die Nationalsozialisten im Dritten Reich zur Legitimierung ihrer antisemitischen Gewaltexzesse auf die späten judenpolitischen Ratschläge Luthers beriefen, stellt für Christen, deren religiöses Selbstverständnis dem Wittenberger Reformator wesentliche Einsichten verdankt, eine schwere Hypothek dar. Der Vortrag „Belastendes Erbe“ von Professor Marcel Nieden, Universität Duisburg-Essen, erkundet, wie die evangelische Kirche und Theologie in Deutschland nach 1945 mit dem Vermächtnis der judenfeindlichen Äußerungen Luthers umgegangen sind und das spannungsreiche Judenkonzept des Reformators gegenwärtig diskutieren.

Marcel Nieden wuchs in Darmstadt auf und studierte evangelische Theologie in Neuendettelsau, Erlangen und Heidelberg. Er habilitierte sich in Kirchengeschichte und lehrt seit 2011 Evangelische Theologie mit dem Schwerpunkt Historische Theologie an der Universität Duisburg-Essen.

Foto: privat

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