Bastian Fleermann: Bericht eines Schutzpolizisten

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Düsseldorf. Bastian Fleermann (rechts) referiert am Donnerstag, 22. November, 19 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Mühlenstraße 29, über einen Bericht des Hauptmanns der Düsseldorfer Schutzpolizei Wilhelm Meurin. Das Dokument wurde 2012 im Archiv der Londoner Wiener Library aufgefunden. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung nicht erforderlich.

Meurin begleitete am 10. November 1941 mit 15 Polizisten die Deportation von 992 jüdischen Menschen aus dem Rheinland in das Ghetto von Minsk und schilderte in bürokratischer Sprache den Ablauf des Geschehens. Der Bericht wurde an Adolf Eichmann – SS-Obersturmbannführer, der als Referatsleiter im sogenannten Reichssicherheitshauptamt die Vertreibung und Deportation der Juden organisierte – zur Auswertung gesandt, um künftige Deportationen noch effizienter durchführen zu können.

Fleermann stellt in seinem Vortrag diesen Bericht in einen Gesamtzusammenhang. Wer war der Autor? Wie erlebten die Opfer diesen „Transport“ und vor welchem Hintergrund fand er statt? Was erwartete die nach Weißrussland verschleppten Menschen im dortigen Ghetto?

Der Vortrag ist Begleitprogramm zur Ausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez“, die derzeit in der Wandelhalle des Landtags Nordrhein-Westfalen zu sehen ist. Der Erinnerungsort „Alter Schlachthof“, der Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität und das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund veranstalten den Vortragsabend gemeinsam.

Foto: Mahn- und Gedenkstätte

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