Babylotsen unterstützen guten Start ins Leben

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Kaiserswerth. Krisen zu verhindern, bevor sie entstehen, ist das Ziel der Babylotsen am Florence-Nightingale-Krankenhaus. Im Mai ist das Präventionsprogramm der Kaiserswerther Diakonie an den Start gegangen. Jetzt wollen die Initiatoren gemeinsam mit ihren Förderern, der Stiftung Sterntaler Düsseldorf und der Dr.-Karin-Witt-Stiftung das neue Beratungs- und Unterstützungsangebot rund um Schwangerschaft und Geburt in der Landeshauptstadt bekannt machen.  „Die Kaiserswerther Diakonie ist seit Jahren die beliebteste Geburtsklinik in Düsseldorf und hat in ihrem Portfolio vielfältige Angebote für Familien in schwierigen Situationen“, erklärt Vorstand Klaus Riesenbeck, um zu verdeutlichen, warum das neue Angebot so gut zu dem großen Unternehmen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen im Düsseldorfer Norden passt.

„Seit gut zwei Monaten unterstützen die Babylotsen der Kaiserswerther Diakonie werdende Eltern sowie Familien mit Neugeborenen, beantworten deren Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt, beraten und helfen beim Umgang mit Anträgen und Behörden. Bei Bedarf vermitteln sie externe Hilfen und Angebote – passgenau zur Situation der Betroffenen“, erläutert Patricia Meckenstock, pflegerische Abteilungsleitung der Geburtshilfe am Florence-Nightingale-Krankenhaus und Initiatorin des Projekts. In den ersten Wochen haben die Babylotsen viel organisiert, Informationsmaterialien erstellt und etliche Beratungsgespräche geführt sowie Lösungen entwickelt. „Jetzt geht es vor allem darum, Kontakte zu knüpfen, um in Düsseldorf bekannt zu werden und unser Netzwerk auszubauen“, erklärt Meckenstock die nächsten Schritte.

Die Babylotsen der Kaiserswerther Diakonie sind Nicole Bornewasser und Martina Engelen, zwei Hebammen, die in der Klinik bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite, Telefon 0172/2993637 oder babylotse@kaiserswerther-diakonie.de.

Eine Mutter, der sie bereits helfen konnten, ist Andrea (Name geänert). In der 30. Schwangerschaftswoche überwies der Gynäkologe sie ins Krankenhaus. Weil die Gefahr einer Frühgeburt bestand, musste sie absolute Bettruhe einhalten. Statt sich auf das Kind zu freuen, weinte die Patientin viel, sprach kaum und sank immer tiefer in eine Depression. Die Babylotsen am Florence-Nightingale-Krankenhaus sprachen mit ihr und stellten fest, dass Andrea ihre zweijährige Tochter vermisste.

Zusammen mit der jungen Frau fanden die Babylotsen eine Lösung: In Absprache mit den betreuenden Ärzten sorgten sie dafür, dass Andrea das Bett daheim hüten konnte, eng betreut von der Hebamme und dem Gynäkologen. Zudem bekam Andrea Unterstützung bei der Kinderbetreuung und im Haushalt. Inzwischen hat ihr zweites Kind gesund und zur richtigen Zeit das Licht der Welt erblickt, und Andrea ist wieder eine glückliche junge Mutter.

„Wir unterstützen das Projekt Babylotse, damit die Kinder in Düsseldorf direkt in ein sicheres Nest hinein geboren werden“, erläutert Caroline Merz vom Vorstand der Stiftung Sterntaler Düsseldorf, die das Projekt mit einer Spende von 40.000 Euro ermöglicht hat. „Wir haben uns die Kaiserswerther Diakonie als Projektpartner ausgesucht, weil sie umfassende Mutter-Kind-Betreuungen anbietet“, so die Stiftungsvertreterin weiter.

„Der Dr.-Karin-Witt-Stiftung geht es vor allem um die Unterstützung von Müttern in Notsituationen. Viele Frauen fühlen sich alleingelassen und kommen mit der neuen Situation, Mutter zu sein, aus verschiedenen Gründen nicht zurecht. Uns ist es wichtig, ihnen die für ihre jeweilige Situation passgenaue Hilfe anzubieten“, betont Karin Witt, die als Fachärztin für Psychiatrie, Neurologie und Psychotherapie in ihrer eigenen Praxis Mütter begleitet hat und jetzt mit ihrer Stiftung 3000 Euro zum Projekt Babylotsen beiträgt.

Das Team der Babylotsen vor dem Florence-Nightingale-Krankenhaus von links: Pfarrer Klaus Riesenbeck (Vorstand der Kaiserswerther Diakonie), Patricia Meckenstock (pflegerische Abteilungsleitung der Geburtshilfe), Nicole Bornewasser und Martina Engelen (Babylotsen) (Foto: Bettina Engel-Albustin)

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