AWO: Quatschen trotz Corona

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Lintorf. Seit Mitte März ist die Begegnungsstätte der AWO Angerland nun schon geschlossen und so langsam wird den Leuten bewusst, was es heißt, mehr oder wenig regelmäßig in den Treff zu kommen, um gemeinsam zu reden, singen, spielen, Kaffee zu trinken, zu wandern und und und…. Die Mitglieder vermissen “ihre“ AWO und die sozialen Kontakte, aber auch die Mitarbeiter*innen und Helfer*innen vermissen „ihre“ Senioren. Wann der Treff wieder mehr oder weniger regulär öffnen darf, steht leider noch in den Sternen. Das Team der AWO hat schon viele Ideen, wie es weiter gehen könnte, wenn der „Tag X“ kommt.

Aber bis dahin gilt noch immer ein Betretungsverbot für die Begegnungsstätten und da die  Besucher*innen der AWO zum größten Teil zu den besonders Gefährdeten zählen, bleiben die Türen des Treffs leider auch weiterhin geschlossen. Und trotzdem hält die AWO weiterhin den Kontakt zu den Mitgliedern aufrecht. Es werden Briefe verteilt, die den regelmäßigen Besuchern Mut zusprechen sollen und Aufgaben für geistige und körperliche Fitness enthalten. Außerdem hat das Büro weiterhin stets ein offenes Ohr für Mitglieder, die Hilfe benötigen oder einfach nur ein Redebedürfnis haben. Leider war dies bisher nur telefonisch, postalisch und per Email möglich oder man unterhielt sich kurz durch das gekippte Bürofenster.

Trotz Allem fehlt der persönliche Kontakt. Daher wurde die Idee des „Schnackfensters“ geboren. Die Besucher machen sich vor dem Treff bemerkbar, und die Mitarbeiterinnen aus dem Büro öffnen ein spezielles Fenster neben der Eingangstür. So können sich die Beteiligten einigermaßen persönlich miteinander unterhalten, ohne gegen die Corona-Schutzbestimmungen oder das Betretungsverbot zu verstoßen. Der Mindestabstand wird dabei natürlich eingehalten, da sich vor dem Fenster eine Rampe für Rollstuhlfahrer befindet und die Besucher dahinter stehen. Die AWO-Mitarbeiterinnen achten darauf, dass sich keine Grüppchen vor dem Fenster bilden und dass Masken getragen werden.

Das „Schnackfenster“ hat sich mittlerweile herumgesprochen und es kommen täglich mehr Besucher*innen auf einen „Schnack“ vorbei. Außerdem eignet sich das Fenster zusätzlich auch sehr gut dazu, weitere Behelfs-Mund-Nasen-Masken, das neue Quartalsheft, andere Informationen des Vereins oder auch die noch immer vorrätigen „gelben Säcke“ auszugeben.

Foto: privat

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