Ausstellung: Jüdisches Leben im Kreis

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Kreis Mettmann/Ratingen. Ratingen und die übrigen Städte des Kreis Mettmann beteiligen sich an dem Festjahr zu 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Das Kreisarchiv und die zehn Stadtarchive präsentieren in einer virtuellen Ausstellung das jüdische Leben im Kreis Mettmann.

Kuratiert wurde die Ausstellung von der Historikerin Andrea Niewerth und dem Kreisarchivar Joachim Schulz-Hönerlage. Sie wendet sich gegen Antisemitismus und will zeigen, dass Jüdinnen und Juden Teil der Gesellschaft sind. Dabei werden verschiedene und wechselvolle Phasen jüdischen Lebens in Deutschland und in der Region, von der Vergangenheit bis zur Gegenwart, vorgestellt. Auch auf die Bedeutung von jüdischen Sitten und Gebräuchen wird ausführlich und anschaulich eingegangen. Ebenso wird der historische und gegenwärtige Antisemitismus beleuchtet.

In den meisten der kreisangehörigen Städten hat sich jüdisches Leben erst im 19. Jahrhundert etabliert, erste Spuren jüdischen Lebens gehen aber häufig weiter zurück. In der Ausstellung wird das jüdische Leben jeder Stadt einzeln in einem kurzen Überblick dargestellt. Die Ausstellung ist für alle geeignet, die sich mit jüdischer Geschichte in Deutschland und in der eigenen Region beschäftigen wollen.

Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Aus diesem bedeutenden Anlass und unter dem Namen „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ werden bundesweit das ganze Jahr über rund 1000 Veranstaltungen ausgerichtet, darunter Konzerte, Ausstellungen, Musik, Video-Projekte, Theater und Filme.

Zur virtuellen Ausstellung

Blick auf das Geschäftshaus von Wilhelm Thomas, um 1914. In dem Eckhaus befand sich seit 1912 auch das Haushaltswarengeschäft „Nowack´s Zentral Bazar“ der Familie Kahn/Levison. Der Eingang zum Geschäft befand sich auf der Bechemer Straße. Die Familie Levison (Norbert, Erna und ihr Kind Ulla) wurde Opfer des Holocaust. (Foto: Stadt Ratingen)

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