Ausstellung: Fotografien von Edward Curtis

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Duisburg. Das Kultur- und Stadthistorische Museum eröffnet am Sonntag, 27. September, die Sonderausstellung „The North American Indian – Faszination und Inszenierung in den Fotografien von Edward Curtis“ am Johannes-Corputius-Platz 1 am Duisburger Innenhafen.

Von September 2020 bis Januar 2021 werden aus dem Bestand der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen rund 50 Originale aus dem einzigen vollständig erhaltenen Satz der Curtis-Fotografien in Europa präsentiert. Neben den Fotografien zeigt die Ausstellung auch Beispiele für den kolonialen Blick auf die Indianer Nordamerikas und setzt diese in Kontrast zu aktuellen Beispielen indianischer kultureller Selbstdarstellung.

Mit jahrzehntelanger Ausdauer und oft prekärer Finanzierung schuf der amerikanische Fotograf Edward Curtis ein beispielloses Lebenswerk. Die Höhepunkte seiner Sammeltätigkeit sind von 1907 bis 1930 in zwanzig Bänden und dazugehörigen Bildmappen erschienen.

Die Fotografien waren so einflussreich, dass Curtis das Bild der Indianer Nordamerikas maßgeblich mit geprägt hat. Er verlieh den Menschen, die uns aus den sepiafarbenen Aufnahmen anblicken, eine stille Würde. Er wandte aber auch Tricks an, um seine Fotomodelle mystisch, fremd und faszinierend wirken zu lassen. Curtis versuchte alles „Indianische“ zu dokumentieren, bevor die Zivilisation es zerstört. Dabei inszenierte er seine Motive oft erst selbst so, wie er sie für die Nachwelt festhalten wollte.

Kurator Dennis Beckmann bietet am Eröffnungstag um 15 und 16.15 Uhr Führungen durch die Ausstellung an. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um eine Anmeldung gebeten, Telefon 0203/283-2532 oder an n.grueber@stadt-duisburg.de.

Foto: Stadt Duisburg

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