Auschwitz-Überlebender zu Besuch im Rathaus

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Düsseldorf. Gary Wolff wurde als Günter Richard Wolff 1928 in Düsseldorf geboren. Seine Eltern, Johanna und Eduard Wolff, betrieben an der Immermannstraße einen Textilhandel. Nach dem Besuch der Jüdischen Volksschule wurde er an seinem 13. Geburtstag nach jüdischem Ritus Bar Mitzva. Nur vier Tage später wurde die dreiköpfige Familie zusammen mit 1000 anderen Menschen über den Güterbahnhof Derendorf in das Ghetto Lodz/Litzmannstadt deportiert. Dort lebten die drei unter schweren Bedingungen bis zur Auflösung des Ghettos im Sommer 1944. Alle drei kamen nach Auschwitz. Noch am Ankunftstag wurde Johanna Wolff ermordet. Der Vater starb an Hunger und Entkräftung. Günter Richard Wolff wurde kurz vor der Befreiung noch „evakuiert“ und überlebte mehrere andere Lager, Zwangsarbeitsstätten und KZ bis er Anfang Mai 1945 in Theresienstadt befreit wurde. Seither lebt er in den USA.

Gary Wolff reiste am Mittwoch, 22. Februar, nach Düsseldorf, um an den verschiedenen Gedenkveranstaltungen zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz (Holocaust-Gedenktag, 27. Januar) teilzunehmen. Er wird begleitet von seinen beiden Enkelkindern Danielle (26) und Julian (22). Der Besuch wird von der Mahn- und Gedenkstätte betreut. Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke empfing Gary Wolff am Freitag, 24. Januar, im Düsseldorfer Rathaus.

Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke hat den Auschwitz-Überlebenden Gary Wolff im Rathaus empfangen (Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer)

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