„Augenblick mal!“ wird digital

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Düsseldorf. Im 30. Jahr seines Bestehens findet das Festival des Theaters für junges Publikum Augenblick mal! erstmals im virtuellen Raum statt: Pandemiebedingt werden alle zehn eingeladenen Inszenierungen, darunter auch Mr. Nobody vom Jungen Schauspiel Düsseldorf, im digitalen Festivalzentrum gezeigt, wo auch Debatten und Nachgespräche geplant sind und die Festivalbesucher dazu eingeladen sind, sich kennenzulernen und auszutauschen. Der Vorverkauf beginnt am 17. März, das Festival „Augenblick mal!“ läuft vom 16. bis 21. April. Es ist das bedeutendste bundesweite Festival des Theaters für junges Publikum und findet alle zwei Jahre in Berlin statt.

„Augenblick mal!“ ermöglicht den zehn Inszenierungen für die Online-Premieren eine Anpassung der Arbeit an die (Un)möglichkeiten des neuen Mediums. So entsteht auch für Mr. Nobody eine Streaming-Variante nach einem Konzept des Regisseurs Jan Gehler. In der Coming-of-Age- und Science-Fiction-Geschichte für alle ab 13 laufen mehrere Lebensentwürfe parallel. Die Identität der Hauptfigur fächert sich in viele verschiedene Charaktere auf, bis Nemo selbst nicht mehr weiß, wer er ist und wer die Geschichte eigentlich erzählt: Aus der Perspektive des Neunjährigen, der bei der Trennung seiner Eltern zwischen Mutter und Vater entscheiden soll und alle möglichen Folgen durchspielt? Oder aus der des 117-Jährigen, der sich im Jahr 2092 als weiser Mann und letzter sterblicher Mensch einem Journalisten anvertraut? Immer wieder geht es um die Frage, welches Leben und welche Entscheidungen sind die richtigen. 

Der Künstlerische Leiter des Festivals und Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums Gerd Taube, freut sich, dass „Augenblick mal!“ trotz Pandemie Möglichkeiten entwickelt hat, den digitalen Raum zu nutzen: „Das Festival im 30. Jahr seines Bestehens ausfallen zu lassen, war für uns niemals eine Option. Dahinter steht unser Selbstverständnis, dass das Theater seinen jungen Zuschauerinnen verpflichtet ist und dass auch in der Pandemie das Recht von Kindern und Jugendlichen auf kulturelle Teilhabe nicht ausgesetzt ist, sondern umgesetzt werden muss.“

Mr. Nobody (Foto: David Baltzer)

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