Audi: Tiefer als die Polizei erlaubt

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Ratingen. „How deep?“ – zu Deutsch: Wie tief? Dieser Schriftzug war auf einem Seitenfenster eines schwarzen Audi mit Mettmanner Kennzeichen zu lesen, den Polizisten am Mittwochnachmittag, 7. Februar, gegen 16.45 Uhr auf der Homberger Straße anhielten und kontrollierten. Und genau dieser Frage „How deep?“ wollten die Polizisten nachgehen, denn ihnen war sofort aufgefallen, dass das Fahrzeug stark tiefergelegt worden war.

Bei der Fahrzeugkontrolle gab der 31-jährige Fahrzeugführer aus Ratingen an, dass in seinem Fahrzeug nachträglich ein „Luftfahrwerk“ (pneumatisches Fahrwerk-mehrfach-Höhenverstellsystem) eingebaut wurde. Von der Mittelkonsole des Fahrzeugs aus ließen sich beliebig der Luftdruck und damit auch die Tieferlegung des Fahrzeugs einstellen. Da die Polizisten sofort erhebliche Zweifel am ordnungsgemäßen Einbau und Zustand dieser Konstruktion sowie der rechtlichen Zulässigkeit dieser Veränderungen hatten, wurde der Wagen bei einer nahe gelegenen Prüfstelle einem amtlichen Prüfingenieur vorgeführt.

Dort wurde der Verdacht umfassend bestätigt. Neben dem manipulierten Luftfahrwerk wurden zudem neun weitere, erhebliche Mängel an dem Audi festgestellt, welche zum Erlöschen der Betriebserlaubnis des Fahrzeugs führten. Natürlich wurde dem 31-jährigen Ratinger daraufhin die Weiterfahrt mit seinem Fahrzeug bis auf weiteres untersagt und eine Anzeige vorgelegt. Dem Betroffenen drohen jetzt ein empfindliches Bußgeld sowie Punkte im Flensburger Zentralregister. Zudem wird er die sicher nicht preiswerten Umbauten an seinem Fahrzeug mit erneutem Kostenaufwand wieder rückgängig machen und auch die weiteren Mängel beseitigen müssen, wenn er seinen Audi zukünftig wieder im öffentlichen Straßenverkehr bewegen will.

Foto: Polizei

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