Archäologische Grabungen in der Wallstraße

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Ratingen. Am Montag, 28. Februar, beginnen auf der Fläche südlich der Wallstraße denkmalpflegerische Arbeiten. In Abstimmung mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege wird der Boden des ehemaligen Stadtgrabens und der ehemaligen Stadtmauer auf archäologische Zeugnisse hin untersucht. Die dafür notwendigen Gehölzrodungen werden während Bestandspflegearbeiten am 24. und 25. Februar durchgeführt.

Die Grabungen werden etwa zwei Monate in Anspruch nehmen. Unter anderem wird nach Spuren alter Gauklerplätze gesucht, die in historischen Urkunden erwähnt werden.

Die Pläne für das Gebiet an der Wallstraße werden unter starker Beteiligung der Öffentlichkeit seit einigen Jahren beraten und sind durch den Rat der Stadt beschlossen worden. Bis vor einigen Jahren war der südliche Straßenrand der Wallstraße komplett mit mehrgeschossigen Häusern bebaut, die jedoch wegen ihrer Lage auf dem ehemaligen Stadtgraben einen zunehmend unsicheren Stand hatten. Nach und nach kaufte die Stadt die Häuser, ließ sie abreißen und beschloss, einen Park mit einer Tiefgarage darunter anzulegen. Der so genannte Mehrgenerationenpark soll dabei in seiner Gestaltung die historische Situation mit Stadtmauer und -graben aufgreifen. Gleichzeitig sind etwaige archäologische Funde zu berücksichtigen.

Teil der Bebauungsplansatzung ist ein Baumschutzgutachten, das auch der Öffentlichkeit vorgestellt worden war. Diesem Gutachten war schon frühzeitig zu entnehmen, welche Bäume vom Tiefgaragenbau und von der Anlage des Mehrgenerationenparks betroffen sind und welche nicht. Die fünf Gehölze, um die es jetzt geht, müssen aus mehreren Gründen entnommen werden, unter anderem, damit das Bodenrelief im Stadtgraben denkmalgerecht profiliert werden kann. Sie sind in dem Konzept bereits entsprechend gekennzeichnet. Die Rodungen sind jedoch jetzt schon erforderlich, um die Baustelle für die archäologischen Grabungen erreichen zu können.