APK: Reise zu sich selbst im Zeichen der Kunst

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Kaiserswerth. Dass die Corona-Pandemie verheerende Folgen für die Kultur- und Kreativszene hat, steht außer Frage. Auch in Kaiserswerth muss das Künstlerteam der Spielstätte Atelier Performative Künste (APK) völlig andere Wege gehen. Anders als ursprünglich geplant und trotz vieler Hürden sowie großer Einschränkungen sind Susanne Weins und Sašo Vollmaier vom APK sich dennoch einig: Am Ende des Jahres sollen die Tore des Ateliers im Düsseldorfer Norden für Zuschauer noch einmal geöffnet werden. Die Neuinszenierung der Stimm-Tanz-Performance „Feng Chá – Der Wind durch Blätter und Wasser im Wandel des Seins“ steht hier an zwei Abenden (18. und 19. Dezember) auf dem Programm. „Nicht abwarten – und Tee trinken!“ lautet ihre Devise.

„Für viele Menschen sind Kunst und Kultur eine Art Lebenselixier, aus dem sie viel Kraft schöpfen, und das nun lahm gelegt ist. Die reale Zusammenkunft vieler Menschen und die physische Nähe zur Kunst fehlt“, erklärt Susanne Weins, Dramaturgin, künstlerische Leitung und Inhaberin des APK. Und das wolle sie ändern.

Kunstbegeisterte können die Performance „Feng Chá“ via Streaming unter freiem Himmel im Hof des APK – natürlich mit einer kostenlosen Tasse Tee – erleben. Jeweils eine Person hat zudem die Möglichkeit einzelne Momente des Stücks exklusiv im Atelier live mitzuverfolgen.

Die Grundidee von Feng („Wind“) und Chá (koreanisch für „Tee“) war das fließende Element Wasser und die Leichtigkeit des Windes mit Stimme, Tanz und Musik zu verbinden. „Das Stück verweist auf die historische und soziale Bedeutung des Tees. Das Teetrinken in gemütlicher Runde sorgt nicht nur für Wärme, sondern bietet auch eine gute Gelegenheit des Austausches, hilft bei der Bewältigung von Lebenssituationen und Inhalten und fördert die Gemeinschaft. Und diese fehlt vielen Menschen gerade jetzt“, sagt Susanne Weins.

Die Themen Nachhaltigkeit werden in „Feng Chá“ ebenso aufgegriffen wie die Bedeutung der Teepflanze an sich und der Handel auf der Seidenstraße. Für die Klangkomposition mit ruhiger Klaviermusik, zeitgenössischem Gesang und einem Wechsel von elektronischer und analoger Musik zeichnet sich Sašo Vollmaier verantwortlich.

„Corona hat uns alle fest im Griff. Auch wenn die Bedingungen derzeit sehr schwierig sind, möchten wir uns nicht unterkriegen lassen und werden auf der Bühne stehen um einfach ein Zeichen für die Kunst zu setzen“, sagt Susanne Weins. Dies geschehe unter den vorgegebenen Hygienemaßnahmen sowie unter ärztlicher Begleitung.

In den letzten Monaten, insbesondere durch die Premiere von „Feng Chá“ im Juli 2020, habe Susanne Weins viel über die Geschichte und die Ästhetik des Tees erfahren. Eine Teezeremonie bedeute für sie Ruhe, Erholung, Innehalten, Inspiration und Ausgewogenheit. „Auch die Beziehung zu sich selbst lässt sich durch eine Tasse Tee verinnerlichen, es ist quasi eine Reise ins eigene Ich“, erklärt Susanne Weins. „Und genau das ist es, was einige Menschen gerade in der Weihnachtszeit suchen.“

Die Neuinszenierung von „Feng Chá – Der Wind durch Blätter und Wasser im Wandel des Seins“ ist am Freitag, 18. Dezember, um 17.30 Uhr und am Samstag, 19. Dezember, um 19.30 Uhr im Atelier Performative Künste, Kittelbachstraße 51, in Kaiserswerth zu sehen. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Künstler wird gebeten.

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich, Telefon 0211/4541142. Die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung ist bei der neuen Produktion groß geschrieben. Gesichts-Visier-Masken oder ein Mund-Nasen-Schutz stehen zur Verfügung.

Foto: privat

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