Antisemitismus-Konferenz in Düsseldorf

Werbung

Düsseldorf. Die Deutsche Gesellschaft – Verein zur Förderung politischer, kultureller und sozialer Beziehungen in Europa – hat gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium zu der Konferenz „Antisemitismus in Deutschland“ am gestrigen Dienstag in den Plenarsaal des Düsseldorfer Rathauses eingeladen. Die Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf ist ebenfalls Kooperationspartner und im Foyer mit einem Infostand vertreten.

Das Projekt richtet sich an Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, Multiplikatoren, Studierende, Lehrer und Bürger. Experten aus Wissenschaft, Politik, Kultur, Religion sowie Jugend- und Bildungsarbeit sprechen gemeinsam mit dem Publikum unter anderen über die Fragen, wie verbreitet Antisemitismus im Alltag ist, wie sich Antisemitismus im politischen und religiösen Extremismus zeigt und was politische Bildungsarbeit gegen Antisemitismus leisten kann.

Oberbürgermeister Thomas Geisel erklärte: „Wohin Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung führen können, wurde uns vor kurzem beim Gedenken zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome eindringlich vor Augen geführt. Der Forschungsbericht der Mahn- und Gedenkstätte zur Pogromnacht hat erst in diesem Monat eine neue Dimension der schrecklichen Ereignisse aufgedeckt. Die mindestens 127 Opfer allein in Nordrhein-Westfalen haben uns erschüttert und verpflichten uns, dem wachsenden Antisemitismus mit aller Kraft entgegen zu treten.“

Nach der Rede des Oberbürgermeisters und der Begrüßung durch Professor Tilman Mayer, Vorstand Deutsche Gesellschaft, gab es einen Vortrag von Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, über „Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart“.

Dieter Burgard, Beauftragter für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen der Landesregierung Rheinland-Pfalz, referierte über „Strategien gegen Antisemitismus auf Landesebene“. Anschließend fanden Podiumsgespräche mit Publikumsbeteiligung statt. Die Konferenz wurde von Korbinian Frenzel, Deutschlandfunk Kultur, moderiert.

Alon Meyer (von links), Dr. Noga Hartmann, Dr. Andreas Verhülsdonk, Dieter Burgard, Prof. Dr. Tilman Mayer, Dr. Charlotte Knobloch, OB Thomas Geisel, Guido Selzner, Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber und Korbinian Frenzel (Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer )

Werbung