Angebot der VHS: Bildungsberatung

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Ratingen. Wer sich beruflich verändern will, die Richtung aber noch nicht genau weiß und gerne bei den ersten Schritten unterstützt werden möchte, ist bei der Volkshochschule Ratingen (VHS) genau richtig: Karl-Heinz Simsheuser (Foto), selbst Ingenieur und Theologe und seit 17 Jahren als Berater und Mediator selbständig, bietet bei der VHS kostenfrei die „Beratung zur beruflichen Entwicklung“ sowie die „Fachberatung zur Anerkennung von im Ausland erworbener Qualifikationen“ an. Im Interview stellt er sich und sein Angebot vor.

BBE – Beratung zur Beruflichen Entwicklung – was ist das? Karl-Heinz Simsheuser: Jede Person mit Wohnsitz in NRW hat die Möglichkeit, sich 9 Stunden kostenfrei beraten oder coachen zu lassen. Die Beratung ist ein Angebot des Landes NRW in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Sozialfonds. Im Vordergrund steht dabei die berufliche Beratung, die bei einem frei arbeitenden Coach ziemlich teuer werden kann.

Welche Fragen können denn beraten werden?

Simsheuser: Die häufigsten Fragen sind die nach beruflichen Alternativen, weil jemand mit seiner jetzigen Tätigkeit nicht zufrieden ist oder die Auflösung des Arbeitsvertrages bevorsteht. Dabei wird eine Bilanzaufnahme der persönlichen Stärken und Neigungen gemacht und ein Plan erstellt, wie jemand seinen Weg in eine Position findet, die seinen Neigungen entspricht. Dabei können auch die kompletten Bewerbungsunterlagen überarbeitet werden und auch die Vorbereitung auf das Job-Interview gehört zum Beratungsumfang.

Während der Fachberatung zur Anerkennung der beruflichen Qualifikationen unterstütze ich in dem Antragsverfahren und werte mit der Person ihre Wünsche sowie Möglichkeiten aus.

Dieses Angebot gilt also für angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wie sieht es aus mit dem Weg in die Selbständigkeit?

Simsheuser: Auch für Selbständige und für solche, die es werden wollen, können Fragen von der Idee zum Geschäftsaufbau und zur -entwicklung sowie zum Marketing behandelt werden. Auch die Frage nach Fördermöglichkeiten können behandelt werden.

Sie haben auch das Coaching erwähnt, wie verhält es sich damit?

Simsheuser: Coaching für Fach- und Führungskräfte ist heute in aller Munde. Zuerst geht es darum, sich selbst besser kennen zu lernen und das eigene Kommunikations- und Konfliktverhalten zu verbessern. Eventuell vorhandene Blockaden können identifiziert und gelöst werden, damit Teilnehmer zusätzliche Freiheitsgrade haben und nicht immer in alte Muster zurückfallen.

Gibt es weitere Beratungsangebote der VHS Ratingen?

Simsheuser: Zusätzlich zur Beratung bei der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse geben wir auch Bildungsschecks bzw. Prämiengutscheine aus. Hiermit werden die Kosten der beruflichen Weiterbildung für Beschäftigte oder Selbständige mit Wohnsitz oder Arbeitsplatz in NRW zu 50 Prozent bis maximal 500 Euro übernommen. Ein echter geldwerter Vorteil, der jährlich in Anspruch genommen werden kann.

Herr Simsheuser, was zeichnet Sie als Berater aus?

K.-H. Simsheuser: Als Ingenieur und Theologe habe ich lange beim Verein Deutscher Ingenieure gearbeitet und dort eine Abteilung zur Berufs- und Karriereberatung aufgebaut. Seit 17 Jahren bin ich selbständig und habe meine Ausbildung zum Kommunikationsberater und Trainer im Schulz-von-Thun-Institut abgeschlossen. Zusätzlich habe ich eine systemische Ausbildung zum Organisationsentwickler und noch eine zum Mediator abgeschlossen. In der Bildungsberatung bin ich bereits sieben Jahre tätig und für meine Arbeit habe ich zwei Leitgedanken: 1. Willst du ein guter Trainer/Leiter/Mitarbeiter sein, schau erst mal in dich selbst hinein. 2. Meine Kunden konfrontiere ich am liebsten mit der Frage: Was will in Ihnen leben?

Wenn jemand die Beratung in Anspruch nehmen will, was muss er/sie tun?

Simsheuser: Er geht auf die Internetseite der VHS Ratingen (www.volkshochschule-ratingen.de), unter dem Punkt „Service“ ganz oben rechts gibt es Hinweise auf die Beratung zur Beruflichen Entwicklung und die anderen Angebote. Oder mir eine Nachricht schicken an kh@simsheuser.com.

Foto: privat

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