Am Grab des eigenen Kindes

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Essen. Das eigene Kind zu Grabe tragen zu müssen, zählt wohl zu den traurigsten und erschütterndsten Erfahrungen, die man überhaupt machen kann. Dem Paar, um das es in Lot Vekemans Zwei-Personen-Stück „Gift. Eine Familiengeschichte“ geht, ist genau das passiert. Was dieser Verlust mit ihnen gemacht hat und wie unterschiedlich die beiden damit umgegangen sind, kann das Essener Theaterpublikum wieder ab Donnerstag, 14. Oktober, 19 Uhr in der Casa erleben.

Nach mehr als zehn Jahren treffen die Frau und der Mann erstmals wieder aufeinander, auf einem Friedhof. Hier wurde ihr Kind nach einem tödlichen Unfall begraben. Nun ist Gift im Boden entdeckt worden und einige Verstorbene müssen umgebettet werden, auch ihr Sohn. Um die Formalitäten zu klären, hat die Friedhofsverwaltung die Eltern um einen Termin gebeten. Doch niemand erscheint. Zögernd beginnen die beiden ein Gespräch. Aus Floskeln werden Vorwürfe, aus Fragen Vorhaltungen. Erinnerungen werden wach, werden abgewehrt und dann doch geteilt. Doch wie viel Nähe ist nach solch langer Zeit überhaupt möglich?

Mit „Gift. Eine Ehegeschichte“ hat die niederländische Dramatikerin Lot Vekemans ein spannungsvolles und anrührendes Stück über Trauer und Verlust, Erinnerung, Liebe und die Suche nach dem persönlichen Glück geschrieben. In der Inszenierung von Sophie Östrovsky spielen Janina Sachau und Sven Seeburg.

Wiederaufnahme am 14. Oktober, 19:00 Uhr in der Casa (ausverkauft)
Weitere Termine am 15. Oktober und 9. November, jeweils 19 Uhr

Karten (17 Euro) unter 0201.81 22-200 oder www.schauspiel-essen.de

Foto: Matthias Jung

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