Alte Synagoge: Film über „Liga Terezin“

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Essen. Der Film „Liga Terezin“ wird am Donnerstag, 9. März, um 19 Uhr, im Hauptraum der Alten Synagoge Essen, Edmund-Körner-Platz 1, gezeigt. Im Anschluss an die Vorführung wird es eine Diskussion mit dem Initiator Oded Breda, Ramat Gan, über den Film geben. Der Eintritt ist frei.

Das Konzentrationslager (KZ) Theresienstadt nordwestlich von Prag diente den Nazis 1942 bis 1944 als „Vorzeigeghetto“. Es war das einzige Lager mit einer Fußballliga. Im Kasernenhof spielten Gefangene gegeneinander, die Nazis nutzten Filmaufnahmen davon für ihre Propaganda. In der „Liga Terezin“ gab es Schiedsrichter und handgeschriebene Sportzeitungen, für die Häftlinge war Fußball Ablenkung vom grausamen Alltag.

Der Computerspezialist Oded Breda hat auf den Propaganda-Bildern seinen Onkel Pavel entdeckt. Der Israeli wollte mehr erfahren: Er sammelte Information und produzierte mit zwei Filmemachern eine Dokumentation über die „Liga Terezin“. Nördlich von Tel Aviv hat Oded Breda eine Gedenkstätte aufgebaut, die an die Liga erinnert. Woche für Woche werden dort Schüler und Jugendspieler gegen Diskriminierung sensibilisiert. Nun stellt Oded Breda die Fußballliga in Essen vor und berichtet, wie der Sport als Medium gegen Diskriminierung genutzt werden kann.

Beit Theresienstadt oder Beit Terezin in Ramat Gan (bei Tel Aviv) ist die 1975 gegründete Gedenkstätte für die dort inhaftierten 162.000 Juden aus Tschechien, der Slowakei, Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Dänemark und anderen europäischen Ländern.

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