Altes Ehepaar Opfer von Trickbetrügerinnen

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Lintorf. Am Montag, 13. Juli, haben bislang unbekannte Trickbetrügerinnen ein Ehepaar (85 und 80 Jahre alt) um eine sehr hohe Summe Bargeld gebracht. Dabei gaben sie sich am Telefon als Familienangehörige aus und schilderten, sie seien mit dem Corona-Virus infiziert. Für die Behandlung benötige man nun eine hohe Summe Bargeld, um eine Rechnung für zwei teure Spritzen im Krankenhaus bezahlen zu können. Schließlich kam es zur Geldübergabe, ehe einige Stunden später der Schwindel aufflog. Jetzt ermittelt die Polizei, sucht nach Zeugen und warnt gleichzeitig eindringlich vor der Masche der Trickbetrüger.

Gegen 13:10 Uhr klingelte das Telefon bei dem Lintorfer Ehepaar. Als der 85-jährige Senior den Hörer abnahm, meldete sich eine akzentfrei Hochdeutsch sprechende Frau, welche sich als seine Schwiegertochter ausgab. Die Anruferin gab an, ihr Ehemann – der Sohn des Lintorfers – liege mit schweren Corona-Symptomen im Krankenhaus und benötige für die akute Behandlung dringend eine Spritze, welche jedoch 15.000 Euro kosten würde. Auch sie selbst habe bereits erste Symptome und der Arzt rate ihr, sich ebenfalls „präventiv“ spritzen zu lassen.

Durch geschickte Gesprächsführung schaffte es die Anruferin, das Ehepaar dazu zu bewegen, zu seinem Geldinstitut zu gehen und dort eine hohe Summe Bargeld abzuheben. In der Bank erzählten sie der Mitarbeiterin am Schalter auf ausdrückliche Nachfrage, ihr Sohn habe ein Haus gekauft, weshalb sie so viel Geld auf einmal abheben möchten – deswegen wurde ihnen das Geld dann auch ohne weitere Nachfrage ausgehändigt. Anschließend ging das Ehepaar wieder zurück zu seiner Wohnung, ehe um 15 Uhr eine Frau an der Haustür klingelte, die sich als Geldbotin der Klinik ausgab.

Das Ehepaar händigte der Frau das kurz zuvor abgehobene Bargeld – insgesamt 27.000 Euro – in einer Tüte aus. Als sich wenige Stunden später gegen 19 Uhr der echte Sohn des Ehepaares bei seinen Eltern meldete, flog der Betrug auf und die Familie erstatte bei der Polizei Anzeige.

Die Geldbotin etwa 32 Jahre alt, hatte leicht asiatisches Aussehen und sprach Deutsch mit leichtem asiatischem Akzent. Sie war etwa 1,65 Meter groß, hatte eine schlanke Statur, braune Haare mit leichten, schulterlangen Locken. Sie trug einen Strohhut, eine helle Jacke, eine Strickjacke, eine     Bluse und eine braune Hose.

Die Anruferin soll etwa 35 bis 40 Jahre alt gewesen sein und akzentfreies Hochdeutsch gesprochen haben. Sie täuschte eine heisere Stimme vor und hustete immer wieder, vermutlich um eine Corona-Erkrankung vorzutäuschen.

Die Polizei fragt, wer in Lintorf eine Person gesehen hat, auf die die Beschreibung der Frau zutrifft oder ist ebenfalls von den Trickbetrügerinnen angerufen worden?

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Ratingen jederzeit unter der Rufnummer 02102 9981-6210 entgegen.

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