Alte Synagoge: Vortrag und Führung

Werbung

Essen. Zwei Veranstaltungen bietet die Alte Synagoge Essen, Edmund-Körner-Platz 1, in der ersten Novemberwoche an: Am Donnerstag, 1. November, hält Lutz van Dijk, deutsch-niederländischer Schriftsteller, Pädagoge und Historiker, einen Vortrag über „Hintergründe zum Pogrom am 9. November“. Am Sonntag, 4. November, findet wieder eine öffentliche Führung durch die Dauerausstellung statt.

Im Mittelpunkt des Vortrags am 1. November um 19 Uhr steht die Geschichte des siebzehnjährigen Herschel Grynszpan, der sich im November 1938 in Paris auf den Weg in die deutsche Botschaft machte, um gegen die Abschiebung seiner Familie von Hannover an die polnische Grenze zu protestieren. In der Botschaft kam es zu einer dramatischen Auseinandersetzung mit dem Legationsrat Ernst vom Rath, bei der der Beamte von Herschel schwer verletzt wurde und wenig später seinen Verwundungen erlag. Dem Hitler-Regime diente diese Tat als Vorwand, um als Rache für die „Mordtat von Paris“ schon lange beabsichtigte Pogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November durchzuführen. Dr. Lutz van Dijk blickt in seinem Vortrag zurück in das Jahr 1938 und setzt sich mit der Frage auseinander, was wir für die heutigen Herausforderungen von damals gelernt haben. Der Eintritt zu dem Vortrag, der im Seminarraum der Alten Synagoge stattfindet, ist frei.

Wer sich über die jüdische Tradition, jüdische Feste, den jüdischen „Way of Life“, die Geschichte des Hauses und die Geschichte der jüdischen Gemeinde Essen informieren möchte, ist herzlich zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung eingeladen, die wieder am Sonntag, 4. November um 15 Uhr stattfindet. Der Eintritt kostet drei Euro (ermäßigt zwei Euro). Selbstverständlich kann die Dauerausstellung auch selbständig entdeckt werden und zwar dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Vertiefende Information erhalten die Besucher mit einem Audioguide, der durch das LVR-Zentrum Medien und Bildung in Düsseldorf mit Unterstützung der Stiftung Alte Synagoge in deutscher und englischer Sprache entwickelt wurde.

Foto: Elke Brochhagen

Werbung