Alte Synagoge: Lieder aus dem Berlin der 1920er Jahre

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Essen. Am Sonntag, 12. Januar, findet um 17 Uhr das Konzert Chansons und Lieder aus dem Berlin der 1920er Jahre in der Alten Synagoge Essen, Edmund-Körner-Platz 1 (Hauptraum) statt. Das Konzert bildet den musikalischen Abschluss in der Reihe „Juden in der Weimarer Republik“ anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Volkshochschule Essen. Der Eintritt ist frei.

Die Damen und Herren Daffke bestehend aus dem Pianisten Ilan Bendahan Bitton, Sängerin Franziska Hiller, Sänger Dennis Kuhfeld, Sängerin Friederike Kühl und Sänger Markus Paul erzählen mit den Liedern und Chansons von den jüdischen Komponisten Friedrich Hollaender, Kurt Weill, Paul Abraham, Werner Richard Heymann und Hanns Eisler Geschichten von kleinen Mädchen, Huren, Dandys und dem spießigen Kleinbürger. Dabei steht das Berlin der 1920er Jahre im Mittelpunkt: Nach der Starre und Strenge des preußischen Kaiserreichs herrschte Freizügigkeit in der Hauptstadt der Weimarer Republik. Ein turbulenter Unterhaltungsbetrieb entwickelte sich, parallel dazu wuchs das Elend in den Arbeitervierteln. Der Tanz auf dem Vulkan endete abrupt an einem Freitag im Jahr 1929 mit dem New Yorker Börsencrash und dem darauffolgenden Aufstieg der Nationalsozialisten. Viele Menschen verließen darauf ihre Heimat Deutschland und flohen. So auch die vier Komponisten, deren Lieder bei dem Konzert angestimmt werden. Sie mussten nach 1933 in die Emigration in die USA, nach Budapest oder nach Mexiko fliehen.

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