A44: Geänderte Pläne werden ausgelegt

Werbung

Ratingen. Der endgültige Lückenschluss der A44 zwischen Heiligenhaus und Autobahnkreuz Ratingen-Ost könnte in den nächsten Wochen einen wichtigen Schritt vorankommen. Der Bundesbetrieb DEGES, der die Autobahn baut, hat die noch fehlenden Pläne für die Entwässerung der neuen A44-Fahrbahn so weit fertiggestellt, dass sie in der kommenden Woche öffentlich ausgelegt werden können. „Ich hoffe sehr, dass das Problem der Entwässerung endlich gelöst ist, so dass die Autobahn dann zügig fertiggebaut werden kann“, sagte Ratingens Bürgermeister Klaus Pesch.

Sein Velberter Amtskollege Dirk Lukrafka schloss sich während einer gemeinsamen Baustellenbesichtigung dieser Hoffnung an: „Die A44 ist ein Infrastrukturprojekt von größter Bedeutung für die ganze Region und weit darüber hinaus.“

Für Ratingen ist der Lückenschluss – abgesehen von seiner übergeordneten verkehrlichen und wirtschaftlichen Bedeutung – aus einem sehr speziellen Grund dringlich: Die L422 in Homberg muss von dem hohen Verkehrsaufkommen, das nach Fertigstellung des Teilstücks von Velbert bis Hofermühle noch gewachsen ist, entlastet werden. „Das bedeutet aber natürlich nicht, dass wir Plänen zustimmen können, die bei Starkregen ein Überflutungsrisiko für Teile Ratingens mit sich bringen würden“, sagte Bürgermeister Pesch.

Mit dem nun laufenden Verfahren sollen die Planfeststellungsbeschlüsse zum Autobahnbau im Hinblick auf die Einleitung des Straßenoberflächenwassers geändert werden. Nach den ursprünglichen Plänen wäre bei starkem Regen zu viel Wasser auf einmal in die Bäche (Hahnerhofbach, Homberger Bach und schließlich Anger) eingeleitet worden. Die Planänderung enthält Vorkehrungen, um das Wasser zunächst zurückzuhalten. Später wird es dann kontrolliert in die Bachläufe abgelassen.

Das Änderungsverfahren ist bereits vor einigen Jahren eingeleitet und mehrfach ergänzt worden. Es handelt sich nun um die vierte Offenlage (das so genannte Deckblatt 3 des Ausgangsverfahrens). „Die Stadt Ratingen wird die Unterlagen selbstverständlich erneut mit größter Sorgfalt prüfen“, sagte Bürgermeister Pesch. Gleiches gelte andererseits für sinnvolle und verantwortbare Möglichkeiten, den Autobahnbau zu beschleunigen. „Wir sind da gesprächsbereit“, so Pesch. Die DEGES baut zwar parallel zum Deckblattverfahren, aber mit gedrosseltem Tempo, so lange nicht alle planungsrechtlichen Fragen gelöst sind.

Die Stadt Ratingen führt die Offenlage für die Bezirksregierung Düsseldorf durch. Das Deckblatt mit Zeichnungen und Erläuterungen liegt vom 29. September bis einschließlich 28. Oktober im Verwaltungsgebäude am Stadionring 17 im zweiten Obergeschoss aus. Wegen der Corona-Einschränkungen ist eine Terminvereinbarung erforderlich, Telefon 02102/5506102.

Der Plan wird außerdem ab 29. September auf den Internetseiten der Stadt Ratingen (www.ratingen.de) und der Bezirksregierung Düsseldorf (www.brd.nrw.de) veröffentlicht.

Die Bürgermeister von Ratingen und Velbert, Klaus Pesch (rechts) und Dirk Lukrafka, setzen darauf, dass beim A44-Lückenschluss bald der letzte Knoten durchschlagen ist.  (Foto: Stadt Ratingen)

Werbung