A3: Kraftakt mit 500 LKW sorgt für schnelle Sanierung

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Duisburg. Das ist eine Autobahnsperrung, die es in sich hat: In gerade einmal 55 Stunden will Straßen.NRW auf einem 3,6 Kilometer langen Teilstück der A3 in beiden Fahrtrichtungen gleichzeitig die Fahrbahn sanieren. Gut 60.000 Quadratmeter Asphalt werden zwischen dem Kreuz Duisburg-Kaiserberg und dem Breitscheider Kreuz erneuert. „Mit der Sperrung schaffen wir an einem Wochenende die Arbeit, die den Verkehr sonst mehrere Wochen behindert hätte. Und haben am Ende auch noch eine bessere Qualität“, sagt Abteilungsdirektor Thomas Oehler.

Zwischen Freitag, 5. Juni, 22 Uhr und Montag, 8. Juni, 5 Uhr bleiben 55 Stunden, um die Fahrbahn in beiden Richtungen abzufräsen und neu aufzubauen. „Dabei wird nicht nur die Fahrbahndeckschicht ausgetauscht, sondern auch die so genannte Binderschicht erneuert“, erklärt Projektleiter Erdal Zorlu. Das bedeutet: Fertiger und Walzen müssen die 60.000 Quadratmeter Straßenfläche in zwei Arbeitsgängen bearbeiten und kommen so in der Summe sogar auf eine Fläche von 120.000 Quadratmeter Asphalt, die eingebaut werden.

Lärmmindernder Asphalt wird eingebaut

Seit drei Monaten wird in diesem Abschnitt der A3 bereits gearbeitet. Um den wasserrechtlichen Vorgaben zu genügen, sind rechts und links der Fahrbahn so genannte Sedimentationsanlagen gebaut worden, in denen das abfließende Wasser gereinigt wird. Um die Gesamt-Maßnahme abzuschließen und gleichzeitig auch noch den Lärmschutz an diesem Autobahnabschnitt zu verbessern, wird nun lärmmindernder Splitt-Mastix-Asphalt eingebaut.

Damit der viel befahrene Autobahn-Abschnitt zwischen den beiden Kreuzen nach der Wochenend-Sperrung wieder ohne Beschränkungen für den Verkehr freigegeben werden kann, wird ein hoher logistischer Aufwand betrieben. Sind von der alten Fahrbahn in beiden Fahrtrichtungen jeweils zwölf Zentimeter abgefräst und entsorgt, müssen gut  500 LKW-Ladungen Asphalt aus drei Mischwerken in der Umgebung angeliefert werden. „Ein weiteres Mischwerk steht als Ersatz bereit, falls es an anderer Stelle ein Problem geben sollte“, erklärt Zorlu. Je zwei Asphaltfertiger bringen das heiße Gemisch auf jeder Fahrtrichtung auf die Strecke, eine entsprechende Anzahl Walzen sorgt dafür, dass die Oberfläche glatt wird.

Schneller und sicherer arbeiten

Auf der gesperrten Autobahn kann nicht nur schneller und sicherer gearbeitet werden, auch die Qualität der Asphaltoberfläche ist höher. „Wir müssen den Arbeitsbereich nicht aufwändig vom Verkehr abtrennen und können die Schichten ohne Naht einbauen“, so der Projektleiter. Hinzu kommt, dass eine Sperrung weniger Kosten verursacht, da Auf- und Abbau und die wochenlange Nutzung von transportablen Schutzeinrichtungen sehr teuer sind. 

Abschließend erhält der neue Asphalt noch die erforderlichen Markierungen und die Strecke kann am Montagmorgen für die Pendler wieder frei gegeben werden. „Baustellen sorgen für Stau, sind unfallträchtig und strapazieren nicht zuletzt die Nerven der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer“, weiß Straßen.NRW Abteilungsdirektor Thomas Oehler. „Wir setzen darum alles daran, die Arbeiten zu beschleunigen. Das Projekt an der A3 ist ein gutes Beispiel, wie gutes Baustellenmanagement den Verkehr entlasten kann.“

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