500 Jahre Reformation in Ostfriesland

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Emden (epr). Der Thesenanschlag Martin Luthers von 1517 ist ein Symbol für die Reformation und gilt als ihr auslösender Moment. 2017 jährt sich dieser zum 500. Mal und wird deutschlandweit mit zahlreichen Veranstaltungen gewürdigt – auch in der ostfriesischen Stadt Emden.

Bereits seit Dezember 2013 trägt Emden offiziell den Titel „Reformationsstadt Europas“, denn Emden war Mitte des 16. Jahrhunderts ein wichtiger Bestandteil der Reformation. Während des spanisch-niederländischen Krieges war die Stadt Zufluchtsort von Tausenden von Glaubensflüchtlingen aus den benachbarten Niederlanden und erlebte in der Folge eine kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit.

Das mündete unter anderem in eine große Vielfalt reformatorischer Ansätze, die von hier aus Einfluss auf die Entwicklung der Reformation in anderen europäischen Ländern nahmen.

Manches Relikt, manche Spur jener Zeit ist noch heute gegenwärtig und kann bei einem geschichtlich-fundierten Stadtspaziergang mit dem Titel „Emder Reformationsroute“ erkundet werden. Zu den Stationen des Rundgangs gehört zum Beispiel die 1552 errichtete Klunderburg, die einst Schauplatz des Emder Reformationsgesprächs von 1578 zwischen den Reformierten und den Mennoniten war.

Die Bedeutung des jeweiligen Routen-Standortes heben Stelen oder Tafeln hervor, die mit Texten und QR-Codes aufwarten. Auch die Stadtführergilde hat einen „Stadtrundgang auf den Spuren der Reformation“ in ihr Programm aufgenommen. Bis Anfang November ist die Gemeinschaftsausstellung „Reformation und Flucht – Emden und die Glaubensflüchtlinge im 16. Jahrhundert“ des Ostfriesischen Landesmuseums Emden und der Johannes a Lasco Bibliothek zu sehen.

Mehr Information im Internet

Foto: epr/Emden Marketing und Tourismus

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