Fahrradstaffel gegen Parksünder

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Foto: Melanie Zanin

Düsseldorf. Ab sofort verfügt die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes der Stadt Düsseldorf über eine 14-köpfige Fahrradstaffel. Diese Mitarbeiter haben sich freiwillig bereit erklärt, an diesem Pilotprojekt teilzunehmen und ihren Dienst auf dem Fahrrad zu versehen.

„Die neue Fahrradstaffel soll Falschparkern – vor allem an und auf Radwegen – schnell und flexibel begegnen. Die Einsatzkräfte haben mit dem eigenen Rad auch gleich das wichtigste Argument parat, um Autofahrer auf die von ihnen verursachten Nöte von Radfahrern hinzuweisen“, erklärte Ordnungsdezernent Christian Zaum bei der Vorstellung der neuen Staffel und ihrer Funktion.

Das Projekt, den ruhenden Verkehr mit dem Fahrrad zu überwachen, wird zunächst bis Ende Oktober laufen. Danach werden die Ergebnisse ausgewertet. Während einer ersten eineinhalbstündigen Kontrollfahrt über die Kasernenstraße, Elisabethstraße, Aachener Straße und Friedrichstraße verwarnten drei Mitarbeiter der neuen Fahrradstaffel vier Falschparker auf Radwegen, zwei Falschparker im Haltverbot sowie zwei Falschparker an Taxiständen und einen Gehwegparker.

Die Fahrradstreife der Verkehrsüberwachung soll durch uniformierte Präsenz die Lücke zwischen Fußstreife und Fahrzeugstreife füllen. Die Mitarbeiter auf dem Fahrrad können Verkehrsstörungen genauso gut wahrnehmen wie die Kollegen, die zu Fuß unterwegs sind, und teilweise schneller und flexibler reagieren. Der Fokus der Überwachungstätigkeit soll besonders auf das Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern auf und an Fahrradwegen und Fahrradschutzstreifen in der Innenstadt liegen.

Die Stadt Düsseldorf baut nicht zuletzt mit Blick auf die hohe Dichte des motorisierten Straßenverkehrs und der damit verbundenen Luftverschmutzung ihr Radwegenetz stetig aus. Dies wird ausdrücklich von weiten Teilen der immer umweltbewusster werdenden Menschen in der Stadt auch gewünscht. Die Bevölkerung wie auch die Politik verknüpft damit den Anspruch, dass die Radwege frei von unzulässig geparkten Kraftfahrzeugen bleiben. „Dies gilt besonders, weil Radfahrer, die falsch geparkten Autos auf Radwegen ausweichen müssen, bei dem Ausweichmanöver regelmäßig mit dem motorisierten Fließverkehr in Konflikt geraten und so gefährdet werden“, betonte Zaum. Aber auch die Überwachung von Parkschein- und Parkscheibengebieten soll durch die Fahrradstreifen variabler und intensiver betrieben werden.

Foto: Melanie Zanin

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