Wieder “Goldstollen“ in der Bäckerei Steingen

Wieder “Goldstollen“ in der Bäckerei Steingen

Lintorf (mvk). Schon seit Jahrhunderten stellen Weihnachtsstollen in ihrer traditionellen Form ein Gebäck in der Adventszeit dar, nicht nur in ihrer Ursprungsstadt Dresden. Auch in der Lintorfer Bäckerei Steingen stehen die “Meisterstollen“ mittlerweile bereit. Seit über 20 Jahren ist es in dem Familienbetrieb Tradition, diesen Meisterstollen zuvor beim Institut für Qualitätssicherung für Backwaren an der Akademie Deutsches Backhandwerk Weinheim zur Beurteilung einzureichen. Und auch in diesem Jahr bekamen Bäckermeister Stefan Steingen-Gerads und sein Team für das beliebte Hefegebäck mit Mandeln, Rosinen, Zitronat und Orangeat das Prädikat „sehr gut“, sowie als Anerkennung für die regelmäßige Teilnahme an den freiwilligen Qualitätskontrollen und die gleichbleibende sehr gute Qualität die Goldmedaille des Brotinstitutes.

Man sagt übrigens , dass das Wort Stollen für ein weihnachtliches Gebäck erstmals in dem Innungsprivileg von 1329 des Naumburger Bischofs Heinrich I. von Grünberg für die Gründung der Bäckerinnung erwähnt wurde. Das Gebäck hatte aber nur geringe Ähnlichkeit mit dem heutigen Stollen. Gut 400 Jahre später gab es einen Stollen, dessen Grundrezeptur dem heutigen Weihnachtsstollen schon ähnlicher war. Auf einer Truppenschau des sächsischen Kurfürsten Augusts des Starken in der Nähe von Zeithain wurde ein mehrere Meter langer Kuchen an die sächsischen Truppen verteilt, der von den damaligen Berichterstattern als “Butterstollen“ bezeichnet wurde. Ein Dresdener Bäckermeister hatte ihn mit Hilfe von 60 Gesellen geschaffen.

Die “Goldstollen“ aus Lintorf sind vielleicht nicht so groß und bekannt wie der “Zeithainer Riesenstollen“, sind von den Zutaten jedoch wesentlich gehaltvoller und versüßen den Genießern die Zeit um das Jahresende.