Warum Cromford Cromford heißt

Warum Cromford Cromford heißt

Ratingen. Am Sonntag, 20. Mai, 14 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die Dauerausstellung „Cromford-Ratingen. Lebenswelten zwischen erster Fabrik und Herrenhaus um 1800“ statt. Die Führung durch das Industriemuseum Cromford, Cromforder Allee 24, dauert etwa 90 Minuten. Die Teilnahme kostet Erwachsene acht Euro und Kinder bis zum 18. Lebensjahr 2,50 Euro. 

Nach Ratingen Zugezogene, erst recht Nicht-Ratinger und vermutlich auch manche, die bereits länger in der Stadt wohnen, dürften sich über die Benennung eines hiesigen Stadtteils nach einem Ort in der englischen Grafschaft Derbyshire wundern. Wie ist es dazu gekommen? Welche Geschichte verbirgt sich dahinter?

So viel sei bereits verraten: Der Wuppertaler Kaufmann Johann Gottfried Brügelmann, der 1783 vor den Toren der Stadt Ratingen eine Baumwollspinnerei gründete, ist dafür verantwortlich. Denn er hatte sich nicht nur das Fachwissen der ersten mechanischen Spinnmaschinen angeeignet, die Richard Arkwright entwickelt hatte und in seiner Fabrik in Cromford betrieb, sondern den Ortsnamen gleich mit.

Cromford stand für Qualität, Innovation und Fortschritt. Eine geschickte Marketingstrategie würden wir heute sagen. Wie erfolgreich Brügelmann damit war, erfahren die Gäste bei der Führung durch die Hohe Fabrik und das spätbarocke Herrenhaus. Bei der Führung werden auch die originalgetreu nachgebauten Spinnmaschinen des 18. Jahrhunderts vorgeführt. Sie zeigen anschaulich, wie Brügelmann und sein Vorbild Arkwright aus Rohbaumwolle einen festen Faden spinnen ließen und damit die textile Produktion revolutionierten.




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