Vortrag: Hernán Cortés und die Folgen

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Duisburg. Helmut C. Jacobs, Professor für spanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen, referiert am Montag, 2. Dezember, um 20 Uhr in der Volkshochschule im Stadtfenster an der Steinschen Gasse in der Stadtmitte über Hernán Cortés. Die Teilnahme am Vortrag kostet an der Abendkasse fünf Euro.

Vor 500 Jahren, genauer am 18. Februar 1519 stieß Hernán Cortés zusammen mit einer 670 Mann starken Besatzung von Havanna aus in See, um auf eigene Faust Mexiko zu erobern. Aufgrund vieler Zufälle, einer großen Portion Glück und seines strategischen Geschicks gelang es ihm, das mächtige Aztekenreich zu unterwerfen, dessen König, Moctezuma, zu entmachten und die Hauptstadt Tenochtitlán (die heutige Stadt Mexiko) zu besetzen. Die Folgen waren beträchtlich – für Hernán Cortés selbst und für die spanische Krone ebenso wie für die indigene Bevölkerung Amerikas. Nicht nur um den Eroberer Cortés, auch um die indigene Frau Malinche, die ihm als Dolmetscherin und Geliebte diente, bildeten sich Mythen, die die mexikanische Identität bis heute geprägt haben. So lohnt es sich nicht nur, Hernán Cortés’ Eroberung anhand zeitgenössischer Dokumente nochmals nachzuvollziehen, genauso spannend ist ein Blick auf die nachfolgende kontroverse Diskussion über den Eroberer bis in die Gegenwart, etwa in den Essays und Romanen des mexikanischen Schriftstellers Carlos Fuentes (1928-2012).

Professor Helmut Jacobs (Foto: privat)

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