Vorerst letzte „Metropolis“ in der Casa

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Essen. Der vom Künstler-Kollektiv Sputnic entwickelte Live-Animationsfilm „Metropolis“ verabschiedet sich für die laufende Spielzeit aus der Casa des Schauspiel Essen. Am Freitag, 11. Januar, setzen die Schauspieler Alexey Ekimov, Kerstin Pohle, Sven Seeburg und Aless Wiesemann ab 19 Uhr zum vorläufig letzten Mal diverse Kameras, Projektoren, Modelle, Illustrationen und Folien sowie ihre Körper und Stimmen in Bewegung, um vor den Augen der Zuschauer einen komplett animierten, geschnittenen und vertonten Trickfilm entstehen zu lassen.

Erzählt wird eine Geschichte, in der es um paradiesische Zustände und nacktes Elend, Technologie und Liebe, Rache und Aufstand geht: In Metropolis gibt es keine Sonntage und es werden auch keine Feste gefeiert. Stattdessen brüllt alle zehn Stunden die riesige Maschine im „Neuen Turm Babel“, dem Zentrum von Metropolis, nach Futter. Und alle zehn Stunden schlürft das offene Tor des Turmes eine neue Schicht Arbeiter ein, während es eine alte, verbrauchte Schicht ausspeit – Tag für Tag, Jahr für Jahr.

Strikt getrennt sind die Leben der Menschen hier: In der Unterstadt hausen die Arbeitenden in elenden Verhältnissen, oben schwelgen die Bessergestellten im paradiesischen Luxus der „Ewigen Gärten“. Und ganz oben, in der Hirnschale des Neuen Turms Babel, wacht der Oligarch Joh Fredersen über die Geschicke „seiner“ Stadt. Doch es knirscht im urbanen Getriebe: Bei verunglückten Arbeitern werden Pläne gefunden. Man wittert einen Aufstand. Zudem predigt die geheimnisvolle und bildschöne Maria in der Unterstadt zu den Arbeitenden. Ihre Botschaft: Nur ein Mittler zwischen den Mächtigen und den Arbeitenden könne die Verhältnisse bessern. Als sie eines Tages in den „Ewigen Gärten“ auftaucht, verliebt sich Joh Fredersens Sohn Freder Hals über Kopf in die junge Frau und folgt ihr heimlich in die Tiefe.

Der Eintritt kostet 17 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf, Telefon 0201/81 22-200.

Foto: Martin Kaufhold

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