VLH: Die Kripo von Weimar bis zur Nachkriegszeit

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Lintorf. Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, ist Herausgeber eines Buches zur Geschichte der Kriminalpolizei an Rhein und Ruhr von der Weimarer Republik bis in die frühe Nachkriegszeit. Am Dienstag, 10. September, 19 Uhr wird der Historiker bei den Lintorfer Heimatfreunden die Düsseldorfer Kriminalpolizeileitstelle in den Mittelpunkt seines Vortrags stellen. Die Leitstelle war für die gesamte Region verantwortlich. Der aufschlussreiche Vortrag findet statt im Sitzungssaal des ehemaligen Lintorfer Rathauses, Speestraße 2.

Die erstaunliche Modernisierung der Zwanziger Jahre, die Effizienz und der Erfolg der Beamten schlug nach 1933 um in eine brutale „Säuberung des deutschen Volkskörpers“. Kripobeamte schickten nun massenhaft soziale Außenseiter, Bettler, Dirnen und Trinker in die Konzentrationslager – und sie beteiligten sich an schweren Kriegsverbrechen sowie am Holocaust.

Die Kommissare, erschienen im Droste Verlag

Bastian Fleermann ist Herausgeber des Buches „Die Kommissare – Kriminalpolizei in Düsseldorf und im rheinisch-westfälischen Industriegebiet (1920-1950)“. Erstmals stellt dieser Band die Geschichte der Düsseldorfer Kriminalpolizei von den Zwanziger Jahren bis in die Nachkriegszeit dar. Als Kriminalpolizeileitstelle war die Kripo Düsseldorf ab 1936 für die „Verbrechensbekämpfung“ in der gesamten Region verantwortlich.

Fotos: privat

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