Vier-Tage-Woche und Heimbüro?

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Düsseldorf/Solingen. Nur noch vier Tage in der Woche bei vollem Gehalt arbeiten, Heimbüro als Standard, ein Unternehmen mit agiler Organisation ohne Führungsebenen und ohne Vertrieb – kann so die Zukunft unserer Arbeitswelt aussehen?

Lothar Grünewald, Vorstand von Die Familienunternehmer/Bergisches Land, betont: „Nur wer die Zeichen der Zeit versteht und als Arbeitgeber attraktive Bedingungen bietet, kann den Fachkräftemangel überwinden und qualifizierte Mitarbeiter finden und langfristig binden.“

Jetzt besuchten auf seine Initiative mehr als 60 Familienunternehmer die Codecentric AG in Solingen. Die Veranstaltung war der Auftakt zur neuen Veranstaltungsreihe „Moderne Arbeits- und Organisationsformen: Die Zukunft ist heute“ der Familienunternehmer.

Michael Hochgürtel, Vorstand des Software-Entwicklers, erläuterte das ungewöhnliche Beschäftigungsmodell „4 + 1“ des Vorzeigeunternehmens: „Unsere Mitarbeiter beschäftigen sich vier Tage in der Woche mit ihrem Projekt, den fünften Tag nutzen sie zur Erweiterung ihres Wissens und zum Entwickeln neuer Ideen. Die Ergebnisse dieses kreativen Prozesses werden dann für jeden zugänglich im Netz veröffentlicht.“

Teamarbeit, Eigenverantwortung sowie genügend Raum und Zeit zum Experimentieren wird bei den IT-Spezialisten im Bergischen Land, auch bekannt als Region der Erfinder und Tüftler, großgeschrieben. Ob sich diese Firmenphilosophie als Vorbild für andere Unternehmen eignet, wurde von den Unternehmern engagiert und kontrovers diskutiert.

Die nächste Veranstaltung von Die Familienunternehmer in Solingen zum Thema „Zukunft“ findet am 4. April am Firmensitz von „Grünewald Consulting“ und „LeaCo Lab“ im alten Ohligser Rathaus statt. Thema wird sein: „Die Europäische Studienreform: Studium für alle – Führt die Öffnung des Hochschulzuganges zu einer Über-Akademisierung oder ist sie der Schlüssel gegen den Fachkräftemangel?“ Ludger Opgenhoff, Professor für internationales Management an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, und Christian Henke, Geschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf (Ressort: Bildungsrecht und Bildungspolitik), nehmen dann die Studienreform kritisch unter die Lupe.

Lothar Grünewald (von links), Michael Hochgürtel und Marco van der Meer(Foto: privat)

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