Trotz in Kleinkunstbühne Tragödchen

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Ratingen. Am Donnerstag, 10. Oktober, 20 Uhr ist das Kant Theater Berlin mit dem Solo-Programm der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt zu Gast im Tragödchen im Buch-Café Peter und Paula, Grütstraße 3-7. Der Name des Programms ist „Trotz“, literarische Grundlage sind Texte von Karl Valentin, Lucia Berlin und Charles Bukowski. Regisseur des Programms ist Uwe Neumann, einmischen wird sich aber wie gewohnt Tragödchen-Direktor Bernhard Schultz.

Sie sind Alkoholiker, zu dünn für den Rost im Krematorium, sie sind keine Kuchen, sondern Wirtshaussemmeln, alt, zu arm für eine eigene Waschmaschine. Die Helden der drei Autoren sind von irritierender Nutzlosigkeit, sie verweigern sich dem, was man heute „Mainstream“ und Selbstoptimierung nennt.

Alle Wirtshaussemmeln, armen mageren Männer, Trinker und Trinkerinnen werden von einer Frau gespielt: Anette Daugardt.

Auch wenn die Gesellschaft versucht,  sie in Kategorien zu pressen, – Charles Bukowski wurde einmal sogar zum „Outsider des Jahres“ gewählt – gehen sie ihren ganz eigenen Weg. Weil sie sich in ihrer trotzigen Haltung nicht unterkriegen lassen, werden sie zu Rebellen gegen die gesellschaftlichen Konventionen und erlauben sich und uns unerwartete Blicke auf das Leben jenseits der Norm, ja sie finden bisweilen sogar Inseln von Glück in scheinbar unmöglichen Situationen.

Foto: privat

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