Stadionring: Forscher untersuchen Fahrverhalten

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Ratingen. Der Stadionring ist seit Monaten Forschungsgegenstand: Mitarbeiter der Universitäten Dresden und Wuppertal ermitteln durch Momentaufnahmen, wie sich Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer verhalten. Nun ist das Projekt in eine neue Phase eingetreten. Ende letzter Woche wurden auf der Fahrbahn provisorische Piktogramme aufgetragen. Jetzt wird untersucht, ob sich das Verhalten dadurch ändert.

Das Lehr- und Forschungsgebiet Straßenverkehrsplanung und –technik der Bergischen Universität Wuppertal und die Professur Diagnostik und Intervention der Fachrichtung Psychologie der TU Dresden führen gemeinsam das Forschungsprojekt „Radfahren bei beengten Verhältnissen – Wirkung von Piktogrammen und Hinweisschildern auf Fahrverhalten und Verkehrssicherheit“ im Auftrag des Bundesumweltministeriums durch. Es soll herausgefunden werden, wie die Sicherheit des Radverkehrs unter beengten Verhältnissen verbessert werden kann, etwa wie man allen Verkehrsteilnehmern am besten signalisiert, dass Radfahrer die Fahrbahn benutzen dürfen bzw. sogar müssen. Dies ist besonders in den Fällen wichtig, in denen früher Radwege oder Rad- und Fußwege als benutzungspflichtig ausgeschildert waren. Der Stadionring ist auch so eine Straße. Die Zeiten in denen der Gehweg auch für den Radverkehr geöffnet war, sind schon länger vorbei.

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie sollen Erkenntnisse für künftige allgemeine Regelwerke bringen. Auf den Stadionring werden sie sich daher zunächst nicht auswirken können, denn dieser wird schon im Laufe des Jahres 2019 saniert. Dann werden Schutzstreifen auf der Fahrbahn markiert. Dies ist in der aktuellen Rechtslage die einzige Möglichkeit aufzuzeigen, dass Radler die Fahrbahn benutzen müssen.

Nach Ende der Osterferien haben Radler aber die neue Möglichkeit, den Stadionring auf einer bequemen Parallelroute zu umfahren. Auf der Pestalozzistraße wurde das Radeln entgegen der Einbahnrichtung erlaubt und markiert. Nun kann man von der Düsseldorfer Straße bis zur Süd-Dakota-Brücke auf einer verkehrsarmen Route über die Pestalozzistraße und die Philippstraße, deren Fahrbahn zurzeit erneuert wird, radeln.

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