Schülerkabarett „Sense“ im Tragödchen

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Ratingen. Am Donnerstag, 13. Juni, 20 Uhr kreist die Sense im Ratinger Tragödchen im Buchcafé Peter und Paula, Grütstraße 3-7, mit ihrem fünften Programm. Die „Sense“ ist das Schülerkabarett des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Velbert. Kabarett hat an dieser Schule eine lange Tradition.

Die Sense gab es schon in den 80er und 90er Jahren, bevor die kabarettistische Arbeit für eine Reihe von Jahren unterbrochen war. Seit 2014 hat Lehrer Kai Bülte die satirische Bühnenarbeit mit Schülern wieder aufgenommen, wobei er  auf eine zwölfjährige Erfahrung mit einem Schülerkabarett an seiner alten Schule in Düsseldorf zurückgreifen konnte. Derzeit besteht die Truppe aus zwölf Schülerinnen und Schülern der drei Oberstufenjahrgänge. Sie haben seit den letztjährigen Sommerferien kleine und große Ärgernisse des alltäglichen Lebens gesammelt und in satirischen Szenen niedergeschrieben, teils auch in musikalischer Fassung. So sind ein dutzend Nummern entstanden, die das gut einstündige Programm  ausfüllen.

In diesem Jahr präsentieren sie einen Lehrgang für Helicopter-Eltern und eine Anmacher-AG für schüchterne Jungen. Zudem wird die Rolle der neuen Datenschutzverordnung für das Abitur beleuchtet, es gibt Einblicke in die Konzeption eines Polit-Vergnügungsparkes à la Trump, den tatsächlichen Zustand des Patienten Europa und die wahren Hintergründe einer Lehrerkonferenz. Das alles unter dem Titel „Rent Your Brain!“.

Alle Texte sind von den Schülern selbst geschrieben und inszeniert und daher aktuell und nah an ihrer Lebenswelt. Den musikalischen Teil bestreitet an diesem Abend die Jimmy-Mustafa-Band. Die vier jungen Roma-Musiker (Band-Leader und Gitarrist Jimmy Mustafa, der Sänger Ersad Bunjaku, Perkussionist Avni Mustafa und Driton Berisha ebenfalls mit Gesang und Gitarre) kommen aus Plemetina – einem Dorf unweit von Pristina im Kosovo. Musikalisch in der Tradition der Roma-Musik groß geworden und damit verbunden, nehmen sie in ihren Texten aber Bezug zu ihrem Überlebenskampf im Alltag und weichen somit von den klassischen Roma-Liedern ab.

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