Schauspiel Essen zeigt „Die Hauptstadt“

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Essen. Mit einer viel diskutierten Deutschen Erstaufführung hat das Schauspiel Essen seine Spielzeit eröffnet: Schauplatz des Geschehens ist Brüssel, hier spielt Robert Menasses Roman „Die Hauptstadt“, für den er 2017 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde.

Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer hat auf der Grundlage des Bestsellers eine eigene Bühnenfassung erstellt, die – wie die Vorlage – einen spannenden, unterhaltsamen und zugleich bissigen Blick auf ein Europa wirft, dessen Zusammenhalt Menasse durch nationalistische Bestrebungen ernsthaft gefährdet sieht. Virtuos verknüpft der österreichische Schriftsteller zahlreiche Biografien zu einem Reigen über Schuld und Ideale, Politik und Geschichte, Bürokratie und Lobbyismus, Sehnsucht und Tod. Dabei gelingt ihm ein ebenso leidenschaftliches wie kritisches Plädoyer für Europa und gegen das leichtfertige Aufgeben gemeinsam erzielter Errungenschaften.

Sowohl das Thema Europa als auch Schmidt-Rahmers Inszenierung bieten reichlich Diskussionsstoff. Deshalb lädt Dramaturgin Carola Hannusch vor der nächsten Aufführung von „Die Hauptstadt“ am Donnerstag, 10. Januar, ab 19 Uhr zu einer Einführung in die Heldenbar ein. Die Vorstellung beginnt dann um 19:30 Uhr im Grillo-Theater. Und im Anschluss findet im Café Central International ein Publikumsgespräch statt, bei dem neben Dramaturgin Hannusch auch das gesamte „Hauptstadt“-Ensemble anwesend sein wird.

Der Eintritt bei der Einführung sowie beim Publikumsgespräch ist frei.

Karten für die Vorstellung sind im Ticketcenter der Theater und Philharmonie Essen, II. Hagen 2, Telefon 0201/81 22-200, erhältlich.

Die Abendkasse im Grillo-Theater öffnet um 18:30 Uhr.

Foto: Martin Kaufhold

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