(Schau)-Spielkurs: Güllen ist überall

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Essen. Was die unterschiedlichen Figuren in Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ an- und umtreibt, wie es um ihre Moral tatsächlich bestellt ist und welche ästhetischen Mittel Regisseur Thomas Krupa in seiner 2017 fürs Grillo-Theater entstandenen Inszenierung einsetzt, das sind die Themen des Öffentlichen (Schau-)Spielkurses, zu dem die Theaterpädagogik des Schauspiel Essen am 11. April ab 16:45 Uhr einlädt. Im Gespräch und in praktischen Übungen nähern sich die Kursteilnehmer zunächst dieser tragischen Komödie an, anschließend geht es ab 19:30 Uhr in die Vorstellung. Danach besteht noch die Möglichkeit zum gemeinsamen Meinungsaustausch in der Theaterkantine.

Sie sind arm, sie wirken hoffnungslos und sie leben in dem heruntergewirtschafteten Provinzkaff Güllen. Doch als eines Tages außerplanmäßig der „Rasende Roland“ in ihrem Bahnhof Halt macht und die mittlerweile steinreiche Tochter des Ortes Claire Zachanassian dem Schnellzug entsteigt, glimmt bei den Bewohnern plötzlich Hoffnung auf. Claire verspricht den Güllenern die Spende von einer Milliarde – unter einer Bedingungen: Zunächst müssten sie ihren Mitbürger Alfred Ill umbringen, mit dem sie noch eine Rechnung offen hat. Nach anfänglicher Empörung über das unmoralische Angebot, scheint nach und nach neuer Wohlstand im maroden Nest einzuziehen. Die Leute kaufen plötzlich wieder – teuer und auf Pump. Alfred Ill ahnt, dass es mit der Standfestigkeit seiner Mitbürger nicht weit her ist. Eine Hetzjagd durch die Stadt beginnt.

Anmeldung telefon 0201/81 22-334 oder schriftlich theaterpaedagogik@schauspiel-essen.de. Die Teilnahme am Kurs ist kostenlos, Eintrittskarten für „Der Besuch der alten Dame“ kosten für Kursteilnehmer lediglich zehn Euro, ermäßigt 6,60 Euro.

Foto: Birgit Hupfeld

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