Rochusclub und Ratinger TC Grün-Weiß auf Titeljagd

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Düsseldorf/Ratingen. Sowohl die Damenmannschaft AK 30 des Rochusclubs als auch die Herren 40 des Ratinger TC GW haben sich in den Tennis-Regionalligen West ungeschlagen für die Endrunden um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft (1./2. September) qualifiziert.

Die Düsseldorferinnen sammelten 12:0 Zähler und machten den entscheidenden Schritt zur Westmeisterschaft durch den knappen 5:4 Erfolg über die Vertretung des Ratinger TC GW. Das war eine ganz enge Kiste, denn der Rochusclub-Erfolg wurde erst durch den Dreisatz-Sieg im dritten Doppel zwischen Madita Suer und Insa Villnow und den Ratingerinnen Daniela Pusch und Sandra Spadzinski (6:2, 4:6, 10:7) sichergestellt.

Dagegen hatten die Herren aus Ratingen vergleichsweise leichtes Spiel. Ihre „größte Zitterpartie“ hatten sie direkt zum Saisonauftakt beim 6:3-Erfolg beim HTC Blau-Weiß Krefeld. Am Ende der Regionalligasaison 2018 hatten die Grün-Weißen 14:0 Punkte gesammelt und in ihren sieben Begegnungen lediglich neun Spiele abgegeben.

Jetzt fiebern die beiden DM-Teilnehmern ihren Partien in Nürnberg-Altenfurt (Damen 30) und in Augsburg (Herren 40) entgegen. Die Rochusclub-Damen treffen in ihrem Halbfinale entweder auf den TSV Altenfurt, Blau-Weiß Berlin oder den Titelverteidiger TV Böblingen. Ratingen bekommt es in der Vorschlussrunde entweder mit den Gastgebern vom TC Augsburg Siebentisch, dem amtierenden Deutschen Meister TC BW Bohlsbach oder dem TC SCC Berlin zu tun.

Besonders motiviert dürften die Ratinger zu Werke gehen, verloren sie den Meisterschaftstitel 2017 doch erst durch die Finalniederlage gegen Bohlsbach. Auch diesmal wird es kein Selbstläufer für die Mannschaft aus dem Tennis-Bezirk Düsseldorf. In allen vier Endrunden-Teams können ehemalige Weltklassespieler zum Einsatz kommen. So könnte Berlin Thomas Enqvist (beste Weltranglistenposition 4), Magnus Larsson (10) und Arnaud Clement (10) einsetzen. Bohlsbach kann auf Alexander Waske (89), Jiri Novak (5) Bohdan Ulihrach (22) oder David Prinosil (28) zurückgreifen. Ratingen könnte mit Nicolas Kiefer (22), Dick Norman (85), Stefan Koubek (20) oder Mikael Pernfors (10) dagegen halten.

Der Rochusclub hat an die vergangene DM-Endrunde Damen 30 weniger gute Erinnerungen. Spitzenspielerin Alice Tesan konnte wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers ihr erstes Einzel nicht zu Ende spielen und zum zweiten gar nicht mehr antreten. Am Ende blieb den Düsseldorferinnen nur Rang vier. Und auch diesmal ist Tesan nicht ganz fit. „Seit Mai habe ich wegen Problemen im Schlagarm nicht mehr gespielt“, verrät Tesan lächelnd. „Aber Training wird ja sowieso überbewertet.“ So wird sie sich am Freitag einem kleinen Härtetest unterziehen, bevor am Samstag über ihren Einsatz entschieden wird. Klar ist, dass die Nummer zwei, Dorit Waligura“ nicht spielen wird, sie hat seit kurzem Nachwuchs. Und dennoch ist das Ziel der Rochus-Ladies „mindestens einen Platz besser“ abzuschneiden als beim letzten Mal. „Ideal wäre es, sich samstags kräftesparend für das Finale zu qualifizieren. Aber wir fahren ohne
Erwartungen nach Nürnberg und freuen uns über alles, was herauskommt“, erläutert Kapitänin Tesan. „Erspielen wir eine Medaille wird die Freude je nach Metallfarbe größer.“

Foto: Tennisbezirk Düsseldorf

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