Ratingen: Information zum Coronarvirus

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Ratingen. Das Kreisgesundheitsamt und auch die Stadt Ratingen erhalten zurzeit viele Fragen zum Coronavirus. Bislang gibt es keinen Erkrankungs- und auch noch keinen Verdachtsfall im Kreis Mettmann. Nachdem jedoch in den letzten Tagen erste Infektionen in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen wurden, bereiten sich Kreis und Stadt auf den Fall der Fälle vor. Das Gesundheitsamt behält die Lage kontinuierlich im Blick. Die Krankenhäuser, die Rettungsdienste und die Leitstelle des Kreises Mettmann sind informiert und vorbereitet.

Die wichtigste Präventivmaßnahme gegen eine Infektion ist die Handhygiene. Empfohlen wird regelmäßiges, gründliches Händewaschen,  Niesen möglichst in ein sofort zu entsorgendes Papiertaschentuch, Husten in die Ellenbeuge, nicht in die Hand und vermeiden, mit Händen und Fingern Augen, Mund oder Nase zu berühren. Darüber hinaus können, wie in Krankenhäusern, die Hände eine halbe Minute lang mit einem Desinfektionsmittel eingerieben werden.

Bereits am Mittwoch ist in Ratingen der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (kurz: Krisenstab) einberufen worden. „Die Feuerwehr hat umgehend eine größere Menge hochwertiger Desinfektionsmittel und entsprechende Spender bestellt, die bei Bedarf an alle Schulen, Kindergärten, Seniorentreffs und andere öffentliche Gebäude ausgegeben werden können“, sagt der Erste Beigeordnete Rolf Steuwe. Die Ratinger Feuerwehr hat das Mittel bestellt, das in den Rettungswagen verwendet wird.

Wer an einem fieberhaften Infekt leidet, ist derzeit höchstwahrscheinlich von der hochakuten Grippewelle betroffen. Wer aber kürzlich aus einer Region zurückgekehrt ist, in der gehäuft Corona-Fälle aufgetreten sind, sollte seinen Hausarzt kontaktieren und eine Untersuchung abstimmen. Unangemeldete Praxisbesuche sollten unterbleiben.

Die niedergelassenen Ärzte sind über die Kassenärztliche Vereinigung umfassend über das sachgerechte Vorgehen informiert. Die großen Labore in der Region sind inzwischen in der Lage, nicht nur die wichtige Influenza-Diagnostik durchzuführen, sondern auch in erforderlichen Fällen eine Untersuchung auf das neue Coronavirus vorzunehmen. Ob im Einzelfall eine Krankenhauseinweisung erforderlich ist, entscheidet der behandelnde Arzt oder im Sonderfall der kassenärztliche Bereitschaftsdienst.

Das Robert-Koch-Institut schätzt die Lage als eine sich sehr dynamisch entwickelnde Situation ein. Mit einem Import von weiteren einzelnen Fällen nach Deutschland muss gerechnet werden. Auch weitere einzelne Übertragungen und Infektionsketten in Deutschland sind möglich. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung aus China oder anderen inzwischen betroffenen Gebieten wird weiterhin als eher gering eingestuft. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

Um eine Weiterverbreitung in Deutschland zu verhindern, ist es wichtig, tatsächliche Verdachtsfälle früh zu erkennen, sie zu isolieren und Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten.

Stets aktualisierte Information und Antworten auf die häufigsten Fragen liefert das Robert-Koch-Institut unter www.rki.de. Darüber hinaus hat das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium eine Coronavirus-Telefonnummer 0211/8554774 geschaltet.

Foto: Pixabay

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