Playoffs: Augsburg gleicht aus

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Düsseldorf. Ungewohnt lange fünf Tage Pause mussten die DEG und die Augsburger Panther hufescharrend warten bis sie endlich wieder aufs Playoff-Eis durften. Die Gäste mussten sich vor 11.027 Zuschauern gegen eine drohende dritte Niederlage in Folge wehren und machten ihre Sache gut. In einem knappen, hart umkämpften Spiel unterlag die DEG mit 1:2 (0:0; 1:2; 0:0) und muss damit den 2:2-Serienausgleich in Kauf nehmen.

Der torlose erste Abschnitt war einer der schwächeren dieser bislang so intensiven Serie. Die DEG hatte insgesamt mehr Spielanteile, aber auch Augsburg wurde hier und dort gefährlich. Die letzte Dringlichkeit brachten aber beide Teams noch nicht in ihre Angriffe. Auch Überzahlmöglichkeiten auf beiden Seiten änderten daran nichts. Die beste Chance hatten die Gäste mit einem Kracher ans Gestänge, bei dem der ein oder andere Spieler auf dem Eis schon die Arme in die Lüfte gehoben hatte. Für die DEG war es bei Schüssen von Barta (2.), Olimb und Flaake (beide 8.) am aussichtsreichsten.

Denkbar schlecht startete der Mittelabschnitt für Rot-Gelb. Los ging es mit einem ganz unglücklichen Gegentor. Der Puck holperte und sprang durchs Drittel und plötzlich bot sich Patrick McNeill die Chance einzuschieben, welche sich dieser nicht entgehen ließ (22.). Im Angriff darauf dann schon wieder Jubel der per Sonderzug zahlreich angereisten AEV-Fans. Nach einem harten Pass in die Mitte war David Stieler frei vor Niederberger. Stieler traf den Puck bei seiner Direktabnahme gar nicht richtig, hatte aber soviel Glück, dass das Spielgerät trotzdem an Niederberger vorbei ins Tor trudelte (23.). Nun musste also was kommen von der DEG und lange dauerte es auch nicht bis zur dahin besten Chance des Abends. Nach einem Querpass von Jaedon Descheneau zog Gogulla aus aussichtsreicher Position hart ab. Olivier Roy im Augsburger Kasten zeigte aber eine Glanzparade und fischte den Puck mit seiner Fanghand weg (24.). Barta ans Metall (28.) und Olimb per schönem Handgelenkschuss brachten die DEG immer näher in Richtung Erfolgserlebnis. Für selbiges brauchte es dann aber eine Überzahl. Adam Payerl saß auf der Bank, als Ryan McKiernan durchlud und von der blauen Linie ins Tor schoss (36.). Zuschauer und Mannschaft drängten jetzt auf den Ausgleich, vor der Sirene gab es aber nichts Zählbares mehr zu verzeichnen.

Die letzten zwanzig Minuten waren vom Düsseldorfer Bemühen um den Ausgleich und der bollwerkartigen Verteidigung der Augsburger geprägt. Los ging der Angriffsreigen mit dem abermals unermüdlichen aber glücklosen Kenny Olimb. Der Norweger ackerte sich mit viel Tempo in Richtung Tor, hatte dann aber zu wenig Platz, um die Scheibe zu verarbeiten (44.). Richtig wild wurde es dann in einer 4:3-Überzahl der DEG. Die Mannschaft von Harold Kreis schnürte den Gegner ins eigene Drittel und Schuss um Schuss wurde in Richtung Roy abgefeuert. Irgendein Verteidigerbein oder der Torwart war aber immer im Weg, so dass es nicht zum ersehnten Ausgleich kam. Nun zogen die Minuten gnadenlos ins Land und die Luft für die DEG wurde dünner. Das Engagement war da, das nötige Quäntchen zum Ausgleich aber leider nicht. Auch mit einem zusätzlichen Stürmer anstelle von Mathias Niederberger wollte die Scheibe nicht mehr ins Tor.

Alles ist wieder ausgeglichen und die heiße Serie zwischen Düsseldorf und Augsburg wird nun in nur noch maximal drei folgenden Spielen entschieden. Schon am Sonntag geht es in Augsburg weiter (14 Uhr, live im DEG 1935 Radio und bei Magenta Sport), dann wollen wir zurückschlagen. Auch im ISS DOME wird in dieser Serie nochmal gespielt, das steht nun fest. Karten für das sechste Spiel am kommenden Freitag, 29.März, um 19:30 Uhr gibt es ab sofort unter www.degtickets.de.

Foto: Birgit Häfner

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