Peer Gynt: Abenteuerdurstig um die halbe Welt

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Essen. Gut 150 Jahre ist es mittlerweile alt, das dramatische Gedicht „Peer Gynt“. In der Casa des Schauspiels Essen ist Henrik Ibsens „Peer Gynt“ am Freitag, 21. Februar, ab 19 Uhr zu erleben. Die Inszenierung von Regisseur Karsten Dahlem („Superhero“, „Auerhaus“) ist für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet.

Dass Henrik Ibsens Geschichte jedoch so heutig wirkt, dürfte an den Fragen und Problemen liegen, mit denen sich Peer im Laufe seines Lebens auseinanderzusetzen hat: die Angst vor Mittelmäßigkeit, die nicht enden wollende Suche nach Liebe und Anerkennung, aber auch die Selbstinszenierung und Ich-Bezogenheit.

Ibsens Geschichte kann es locker mit aktuellen Kino-Blockbustern aufnehmen. Im Mittelpunkt steht der junge Peer, dessen Psyche schwer gezeichnet ist: Nachdem sein Vater im Suff die Existenzgrundlage der Familie vernichtet und ihn mit seiner Mutter bankrott zurückgelassen hat, lechzt Peer nun nach Anerkennung. Er will es der Welt beweisen. Und so denkt er sich die wildesten Geschichten aus, flieht ebenso vor der Wirklichkeit wie vor seinen Verpflichtungen und jagt sich selbst abenteuerdurstig um die halbe Welt. Dabei verliebt er sich in Solveig, entführt Ingrid von ihrer eigenen Hochzeit, landet am Hof des Trollkönigs, lebt allein im Wald, residiert als Großkapitalist in Marokko, betreibt Menschenhandel, wird Prophet und imaginierter Kaiser in Ägypten, um am Ende doch wieder Solveig gegenüberzustehen.

Im Bühnenbild und den Kostümen von Franziska Sauer spielen Alexey Ekimov, Ines Krug, Sabine Osthoff und Silvia Weiskopf sowie der Musiker Christoph König.

Der Eintritt kostet 17 Euro, ermäßigt zwölf Euro. Karten gibt es unter Telefon 0201/81 22-200 oder online www.schauspiel-essen.de. Weitere Vorstellungen sind am 13. und 25. März, 1. und 11. April, jeweils 19 Uhr in der Casa.

Alexey Ekimov und Silvia Weiskopf (Szenenfoto: Matthias Jung)

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