OSLM: Politische Neuordnung Europas nach 1918

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Hösel. Am Mittwoch, 19. Februar, 19 Uhr lädt das Oberschlesische Landesmuseum (OSLM) zu einem Vortrag mit Gregor Ploch ins Haus Oberschlesien, Bahnhofstraße 71, ein. Ploch berichtet in der neuen Vortragsreihe „Podium Silesia“ über die geopolitische Neuordnung Europas nach 1918 und ihre Folgen für Oberschlesien.


Unter dem Titel „Podium Silesia“ bietet der Kulturreferent für Oberschlesien 2020 eine Veranstaltungsreihe mit Beiträgen zur Geschichte Oberschlesiens an. Als Auftakt referiert Gregor Ploch (Haus St. Otto, Zinnowitz, Erzbistum Berlin) über „Die geopolitische Neuordnung Europas nach 1918 und ihre Folgen für Oberschlesien“.

Mit dem blutigen Ende des Ersten Weltkrieges 1918 und dem Zusammenbruch der europäischen Monarchien wurde die geopolitische Lage in Europa neu geordnet. Die Bestimmungen des 1919 unterzeichneten Versailler Friedensvertrages sahen unter anderem vor, eine Volksabstimmung in Oberschlesien durchzuführen und den neugegründeten polnischen Staat mit Industriegebieten auszustatten. Die Folgen dieses Plebiszites und der Teilung Oberschlesiens sind allen bekannt.

Anlässlich der 100. Wiederkehr dieser Ereignisse nimmt der Theologe, Historiker und Oberschlesienforscher Gregor Ploch in seinem Vortrag eine Neubewertung vor. Es geht nicht darum, den Blick lediglich in die oberschlesische Region zu richten und vor dem Hintergrund der französisch-deutschen und deutsch-polnischen Beziehungen festzustellen, dass die Idee der Selbstbestimmung der Völker verletzt worden sei. Darüber gab es in der Vergangenheit unzählige Vorträge und Publikationen.

Vielmehr soll die geopolitische Perspektive untersucht werden: Welche Interessen verfolgten die großen Mächte vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges und nach 1918? Welche Rolle spielte der neue polnische Staat und welche (unterschiedlichen) Interessen verfolgten deren Akteure? Und schließlich: Wie ist die Teilung Oberschlesiens vor dem geopolitischen Hintergrund zu sehen?

Grafik: OSLM

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