Ordnungsdienst jetzt auch in Rheinbahnbussen

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Ratingen. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Ratingen zeigt jetzt auch in öffentlichen Verkehrsmitteln Präsenz: Ab sofort werden die uniformierten Dienstkräfte bei ihren Streifengängen in Ratingen auch die Busse und Bahnen der Rheinbahn nutzen, um das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste zu stärken. Die Mitarbeiter halten auf den Fahrten die Augen offen und reagieren bei Bedarf, sie stehen aber auch jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Stadt und Rheinbahn verstehen sich nicht nur als Ordnungspartner, sie leben diese Partnerschaft auch. Jüngstes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit war eine dreiwöchige gemeinsame Präsenzaktion von KOD und Rheinbahn-Sicherheitskräften rund um den Düsseldorfer Platz. Anwohner hatten sich mit Beginn der wärmeren Jahreszeit beim Ordnungsamt verstärkt über größere Gruppen Jugendlicher beschwert, die dort bis in die Nacht lautstark feierten, Musik über Lautsprecher hörten, jede Menge Abfall hinterließen und auch Bänke, Abfalleimer und Schilder beschädigten.

Anfang Mai setzten sich daher Verantwortliche des städtischen KOD und der Rheinbahn an einen Tisch, um gemeinsam zu überlegen, wie man die Störungen am besten unterbindet. Anfang Juni startete die erste gemeinsame Streife von KOD und Rheinbahn. Schnell wurde klar, warum der Düsseldorfer Platz bei den Jugendlichen so beliebt ist: In der Nähe gibt es Kioske, die bis tief in die Nacht geöffnet haben, und einen kostenlosen WLAN-Hotspot, der von den jungen Leuten auch zum Musikhören genutzt wird. Der drahtlose Internetzugang war bei der Neugestaltung des Düsseldorfer Platzes als Service für wartende Rheinbahnkunden eingerichtet worden.

„KOD und Rheinbahn waren überzeugt, dass sich die Problematik am Düsseldorfer Platz lösen wird, wenn der WLAN-Hotspot in den Abend- und Nachtstunden abgeschaltet wird“, sagt Ordnungsdezernent Harald Filip. Seit dem 11. Juni gibt es nun nur noch zwischen 6 und 21 Uhr WLAN. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Seitdem sind keine neue Beschwerden über den Düsseldorfer Platz eingegangen.

Daher fällt auch die Bilanz von KOD und Rheinbahn nach der dreiwöchigen Erprobungsphase positiv aus. Man war sich einig, dass die Ordnungspartnerschaft fortgesetzt werden soll. „Wir haben schließlich unabhängig von der offiziellen Zuständigkeit das gleiche Interesse: dass sich die Menschen in Bussen und Bahnen, an Haltestellen und in der Öffentlichkeit gut und sicher fühlen“, sagt Christian Finke, Abteilungsleiter Verkehrsmanagement bei der Rheinbahn.

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