Nördlingen: Taubenschreck mit Tatze

Werbung

Nördlingen (epr). Der bekannteste Schäferhund ist wohl Kommissar Rex, der in der gleichnamigen Krimifernsehserie bei der Aufklärung von Verbrechen hilft. Solch eine tierische Unterstützung gibt es ebenfalls im wahren Leben. Neben Brieftauben sowie Trüffelschweinen sind es vor allem die Blindenhunde, die dem Menschen im Alltag helfen. Auch in Nördlingen gibt es ein beliebtes Fellknäuel, das sogar bereits zehnjähriges Dienstjubiläum gefeiert hat.

Das Wahrzeichen der schwäbischen Stadt ist der „Daniel“, der fast 90 Meter hohe Glockenturm der St.-Georgs-Kirche. Dieser kann das ganze Jahr über besichtigt werden und die Türmer freuen sich über jeden Besucher. Im Mittelalter war es ihre Aufgabe, über die Stadt zu wachen und vor Feuer sowie Feinden zu schützen. Bekannt sind sie vor allem wegen ihres früheren Wächterrufs „So, G’sell, so“, den der diensthabende Türmer noch heute jede halbe Stunde von 22 bis 24 Uhr von der Turmstube ruft. Doch viele Touristen erklimmen die 350 Stufen wegen jemand ganz Besonderem: Katze Wendelstein. Vor zehn Jahren lief sie den Türmern im Winter zu und erkor die Turmstube zu ihrem neuen Zuhause. Doch Kost und Logis erhält sie nicht umsonst. Ihr tägliches Einsatzgebiet ist die Taubenabwehr. Diese Aufgabe erledigt sie sehr gewissenhaft und zur vollsten Zufriedenheit der gesamten Stadt. Aus diesem Grund wurde Wendelstein auch vom Oberbürgermeister Hermann Faul persönlich beglückwünscht. Die ganze Aufmerksamkeit war ihr zunächst etwas unangenehm, da sie ja auch nur ihren Job macht. Über den großen Präsentkorb mit den vielen Leckereien schien sie sich trotzdem sehr zu freuen. So kann Wendelstein gut gestärkt in die nächsten Arbeitstage starten. Die sympathische Werbeträgerin der Stadt gönnt sich auch mal einen Urlaubstag. Je nach Wetterlage verlässt sie ihren Turm und schaut sich in ihrem Nördlingen um, kommt aber stets zurück, um ihren Dienst wieder aufzunehmen. Schließlich fühlt sie sich im warmen, gemütlichen Turmzimmer am wohlsten. Einer ihrer Lieblingsplätze ist die Fensterbank, auf der sie gerne liegt und stolz auf die Bewohner Nördlingens hinabschaut. Übrigens: Ihr außergewöhnlicher Name stammt vom Turm selbst, der früher die Bezeichnung „Wendelstein“ trug.

Mehr Information gibt es unter www.noerdlingen.de und www.reiseplaza.de.

Ganz so geheuer war ihr die ganze Aufmerksamkeit nicht, trotzdem freut sie stets sich über jeden Besucher im Turm. (Foto: epr/Stadt Nördlingen/Johannes Hafner)

Werbung